Energie

Umweltaktivisten besetzen Bagger in Lausitzer Tagebauen

Umweltaktivisten haben einen Kohlebagger besetzt.

Umweltaktivisten haben einen Kohlebagger besetzt.

Foto: dpa

Cottbus. Umweltaktivisten haben Bagger in den Lausitzer Braunkohletagebauen Jänschwalde und Welzow Süd besetzt. Im Tagebau Jänschwalde seien etwa zehn Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood auf einen Bagger geklettert, sagte ein Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Sie hätten ein Banner mit der Aufschrift "#Abschalten - Klimawandel kennt keine Kompromisse" entrollt.

Zeitgleich demonstrierte das Aktionsbündnis "Ende Gelände" im Tagebau Welzow Süd und in weiteren Tagebauen mit der Besetzung von Baggern. Die Umweltschützer protestieren mit den Aktionen gegen den Abschlussbericht der Kohlekommission.

Die Aktionen sollten nach Angaben der Kohlegegner bis in den Abend dauern. Ob die Polizei die Bagger räumen wollte, war zunächst unklar. Das Bergbau- und Energieunternehmen Leag in Cottbus, Betreiber der Tagebaue Jänschwalde und Welzow Süd, verurteilte die Besetzungen.

"Die Umweltschützer stören die betrieblichen Abläufe, deshalb werden wir strafrechtliche Schritte prüfen", sagte ein Leag-Sprecher. Der Bericht der sogenannten Kohlekommission zum Ausstieg sei gerade erst eine Woche alt und werde von den Kohlegegnern infrage gestellt. Dabei hätten die Umweltverbände mit am Kommissionstisch gesessen.

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