Raus in die Natur

Berlins schönste Wanderpfade im Winter

Wo Spaziergänger bei frostigen Temperaturen erst die Natur bewundern und dann gemütlich einkehren können.

Der Aufstieg zum Teufelsberg hat es in sich. Der Blick aber auch.

Der Aufstieg zum Teufelsberg hat es in sich. Der Blick aber auch.

Foto: Reto Klar

Berlin. Es ist kalt – doch das ist kein Grund, zu Hause zu sitzen. Zumal Winterferien sind. Die Berliner Morgenpost hat Tipps für Spaziergänge zusammengestellt, bei denen Sie sich zwischendurch oder am Ende wieder aufwärmen können.

Teufelssee und Teufelsberg

Los geht es am S-Bahnhof Grunewald. Der Schildhornweg führt an der Sandgrube vorbei bis zum Teufelssee. An diesem rechtsherum, am Ökowerk vorbei und auf dem Wanderweg geradeaus laufen, bis es rechts auf die ehemalige Skipiste am Teufelsberg geht. Hier führt die Strecke steil bergauf bis auf den Teufelsberg. An dem Zaun um die ehemalige Abhörstation herum gelangen Sie auf die Straße, die hinunter bis zum Parkplatz des Teufelssees führt. Links auf die Teufelsseechaussee abbiegen, nach etwa 200 Metern an der Straße rechts in den Wald und immer geradeaus bis zum Schildhornweg, der zurück zum S-Bahnhof Grunewald führt. Dort können Sie sich nach der Sieben-Kilometer-Tour vor der Heimfahrt im „Waldmeister“ am Kaminfeuer wieder aufwärmen.

Einkehr: Restaurant Waldmeister, Eichkamp­straße 156, Grunewald, im Winter von Do. bis So. von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Grunewaldsee

Wer kein Tierfreund ist, sollte eine andere Strecke wählen: Am Grunewaldsee sind immer viele Hunde ohne Leine unterwegs. Die sechs Kilometer lange Runde beginnt am Parkplatz an der Clayallee, Ecke Königin-Luise-Straße (Bus X83, Haltestelle Königin-Luise-Straße/Clayallee). Auf einem breiten Weg geht es zum Jagdschloss Grunewald, das am Wochenende von 10 bis 16 Uhr besichtigt werden kann (Eintritt: 6 Euro). Nach links führt der Weg zum ehemaligen Forsthaus Paulsborn, in dem ein italienisches Restaurant zu Hause ist. Wer den See gegen den Uhrzeigersinn umrundet, hat Zeit, sich zu entscheiden: Pizza im „Locanda 12 Apostoli“ oder Käsefondue im „Chalet Suisse“?

Einkehr: Chalet Suisse, Im Jagen 5/Clayallee 99, Dahlem, täglich ab 12 Uhr; Locanda 12 Apostoli, Hüttenweg 90, Dahlem, täglich von 10 bis 21 Uhr geöffnet.

Kuhlake

Die Wanderung im Spandauer Forst beginnt gleich mit einer Attraktion: Im Wildtiergehege an der Schönwalder Allee können – direkt am Zaun oder von einem Aussichtsturm – Wildschweine und Hirsche beobachtet werden. Danach geht es auf dem Wanderweg am Ufer der Kuhlake Richtung Norden. Kurz hinter dem Gedenkstein an der Kronprinzenbuche, der an einen Waldbrand erinnert, führt die Strecke auf dem Forstweg entlang, dann auf dem markierten Pfad zurück zum Wildgehege. Am Ende der zehn Kilometer langen Wanderung können Sie sich in „Heidis Landgasthaus“ etwa mit Käsespätzle belohnen. Parkplätze gibt es am Wildtiergehege, der Bus M45 hält am nahe gelegenen Johannesstift.

Einkehr: Heidis Landgasthaus, Schönwalder Allee 22, Hakenfelde, Di. bis So. von 12 bis 20 Uhr geöffnet.

Tegeler Forst

Der wohl älteste Baum der Stadt ist das erste Ziel des sieben Kilometer langen Spaziergangs. Er beginnt an der Ecke Heiligenseestraße/Ruppiner Chaussee – dort gibt es Parkplätze und eine Bushaltestelle (Bus 124, 133, 222). Die Straße Schwarzer Weg, die von der Heiligenseestraße links abgeht, führt zum Restaurant „Waldhütte“. Dahinter geht es links zur angeblich mehr als 900 Jahre alten Stieleiche, der „Dicken Marie“. Dann zurück auf den Schwarzen Weg, vorbei an der Villa Borsig, heute Gästehaus des Bundesaußenministeriums, bis zum Wildgehege. Hier nach rechts abbiegen. Nach etwa einem Kilometer kreuzt der Weg die Konradshöher Straße und biegt an der nächsten Gabelung rechts ab zu Berlins höchstem Baum, einer Lärche. Dort wandern Sie nach rechts, dann immer geradeaus zurück zum Schwarzen Weg und auf ihm zum Ausgangspunkt.

Einkehr: Alter Fritz, Karolinenstraße 12, Tegel, Mi. bis Sa. ab 15 Uhr, So. ab 12 Uhr geöffnet; Alte Waldschänke, Karolinenstraße 9, Tegel, Mo. bis So. 12 bis 24 Uhr geöffnet.

Müggelsee

Die Runde beginnt beim „Rübezahl“ am Großen Müggelsee und führt rechts, immer am Ufer entlang, zum Kleinen Müggelsee. Etwas weiter, an der Badestelle vorbei, liegt das Restaurant „Neu-Helgoland“. Nach einer Pause mit Blick auf die Müggelspree geht es von dort wieder zurück zum Start – wieder am Ufer entlang oder über den parallel verlaufenden Weg durch den Wald. Wer nach den zehn Kilometern noch Kraft hat, kann dort im Ausflugslokal täglich von 10 bis 19.30 Uhr (mit halbstündigen Pausen um 12.30 und 16.30 Uhr, Tageskarte 6 Euro) auf der überdachten Bahn eislaufen, für Kinder gibt es außerdem einen Abenteuerspielplatz. Parkplätze am Restaurant „Rübezahl“, dort hält auch der Bus 169.

Einkehr: Neu-Helgoland, Neuhelgoländer Weg 1, Müggelheim, Mo. bis So. von 11 bis 21 Uhr geöffnet; Rübezahl, Müggelheimer Damm 143, Müggelheim, Biergarten im Winter Sa. und So. von 10 bis 17 Uhr geöffnet, Bistro: Mi. bis So. von 12 bis 19.30 Uhr.

Sacrower See

Zum Baden haben viele Berliner den Sa­crower See zwischen Kladow und Potsdam längst entdeckt. Im Winter aber sind oft nur wenige Spaziergänger unterwegs. Die Strecke rund um den See ist gut acht Kilometer lang und führt überwiegend direkt am Wasser entlang. Am südlichen Ufer lohnt sich ein Abstecher durch den Sacrower Schlosspark zur Heilandskirche am Havelufer, die bis Ende Februar allerdings nur am Wochenende von 11 bis 15.30 Uhr geöffnet ist. Parkplätze gibt es am nördlichen Ufer des Sees in der Nähe des Restaurants „Landleben“ oder am Südende am Schlosspark Sacrow. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln je nach gewünschtem Startpunkt entweder mit dem Bus 697 aus Richtung Kladow nach Sacrow oder mit dem Bus 638 nach Groß Glienicke.

Einkehr: Restaurant zum Sacrower See, Weinmeisterweg 1, Sacrow, Di. bis So. 12 bis 22 Uhr, vom 11. Februar bis 8. März geschlossen; Restaurant Landleben, Seepromenade 99, Groß Glienicke, Do. bis So. 12 bis 22 Uhr, bis 8. Februar geschlossen.