Verkehr

Zu wenig Wagen: Berliner U-Bahn dünnt Takt aus

Eine U-Bahn fährt am U-Bahnhof Berliner Straße ab, wobei sich die Szenerie in einer Glasscheibe spiegelt.

Eine U-Bahn fährt am U-Bahnhof Berliner Straße ab, wobei sich die Szenerie in einer Glasscheibe spiegelt.

Foto: dpa

Berlin. Auf mehreren Berliner U-Bahn-Linien kommen die Züge künftig seltener, weil die Wagen knapp sind. In der Hauptverkehrszeit gilt auf der Linie U6 künftig ein Fünf-Minuten-Takt, wie die BVG am Mittwoch mitteilte. Fahrplangemäß warten Fahrgäste dann 40 Sekunden länger auf den nächsten Zug als bisher. Auch auf der U9 wird der Takt um 40 Sekunden verlängert, dort kamen die Züge bisher alle vier Minuten.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen damit Reserven bilden, um schnell Ersatz bereit stellen zu können, wenn ein Zug auf der Strecke defekt ist. Das soll längere Lücken im Takt verhindern und so vermeiden, dass sich zu viele Fahrgäste in einen Zug drängen, der dann nur noch langsam vorankommt.

Das hatte zuletzt vor allem auf den Linien 6, 7, 8 und 9 zu Störungen geführt. Um solche Staus zu verhindern, wird vom 4. März auch auf der Linie U7 der Takt verlängert - um eine halbe Minute auf fünf Minuten.

Hintergrund ist, dass die durchschnittlich 30 Jahre alten Züge der BVG häufiger in die Werkstatt müssen. 44 von 70 Wagen einer bestimmten Baureihe (F79) mussten sogar stillgelegt werden, weil sie nicht mehr zu reparieren sind. Erste neue U-Bahn-Wagen von Stadler sollen in diesem Jahr geliefert werden.

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