Auktion

Angebliche Hitler-Gemälde werden in Berlin versteigert

Die Bilder zeigen idyllische Landschaften. Angeblich wurden sie von Adolf Hitler gemalt. Jetzt kommen sie unter den Hammer.

"Alpenlandschaft" zeigt einen Maler am Fluss. Ein Selbstporträt Adolf Hitlers?

"Alpenlandschaft" zeigt einen Maler am Fluss. Ein Selbstporträt Adolf Hitlers?

Foto: Auktionshaus Kloss

Berlin. Aufsehenerregende Versteigerung des Berliner Auktionshauses Kloss in Pankow: Drei Landschaftsgemälde, datiert 1910 und 1911, werden zum Startpreis von je 4000 Euro zum Verkauf angeboten. Die Aquarelle soll der junge Adolf Hitler gemalt haben. Sie werden im Rahmen der "Winter-Auction" des Hauses am Donnerstag versteigert.

Die Gemälde zeigen eine idyllische Rheinlandschaft sowie pittoreske Ansichten aus Hitlers Heimat Österreich. Die Titel der Aquarelle lauten "Alpenlandschaft" (22,6 cm x 32,7 cm), "Niederthal, Vent" (25,6 cm x 36 cm) und "Rheinlandschaft" (25,2 cm x 35,6 cm). Signiert sind sie mit "A Hitler". Der Handschriften-Experte Frank Garo habe den Schriftzug als den des NS-Diktators authentifiziert, berichtet die britische Zeitung "Daily Mail". Die Unterschrift zeige Spontaneität, die richtige Buchstabengröße und -form. Er sei überzeugt, dass es sich um eine echte Signatur handle.

Hitler wollte eigentlich Künstler werden

Das Bild "Alpenlandschaft" zeigt einen Maler bei der Arbeit am Ufer eines Flusses. Es könnte sich um ein Selbstporträt handeln, meinen Kunstsachverständige. Zum Zeitpunkt der Entstehung der Gemälde war Hitler 21 Jahre alt und versuchte erfolglos, sich in Wien als Künstler durchzusetzen.

Gemälde von Adolf Hitler werden nur selten versteigert. 2015 waren in Nürnberg 14 Aquarelle und Zeichnungen von Adolf Hitler unter den Hammer gekommen, darunter ein Gemälde des Schlosses Neuschwanstein. Die Werke stammten überwiegend aus Haushaltsauflösungen oder Nachlässen. Sammler für die Werke gibt es im In- und Ausland, die Werke erzielen regelmäßig hohe Preise.

Hitler wollte ursprünglich Künstler werden. Mit Kopien von Postkartenmotiven verdiente er sich in Wien und München eine Weile seinen Lebensunterhalt. 2000 bis 3000 Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder soll er angeblich gemalt haben. Außerdem kursieren unzählige Fälschungen. Solange keine NS-Symbole wie etwa Hakenkreuze zu sehen sind, dürfen solche Bilder verkauft werden.

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