Silvesterknaller

Kritik am geplanten Böllerverbot des Innensenators

Am Donnerstag wird ein Antrag der Koalition zur Einschränkung des Böllerns im Abgeordnetenhaus diskutiert.

Behelmte Polizisten waren in Berlin-Schöneberg im Einsatz.

Behelmte Polizisten waren in Berlin-Schöneberg im Einsatz.

Foto: RubyImages/M. Golejewski

Berlin. Nach dem Vorstoß des Innensenators, das Böllern zu Silvester an bestimmten Orten Berlins zu verbieten, wird sein Vorgehen kontrovers diskutiert. Andreas Geisel (SPD) hatte beschlossen, das Böllern rund um die Pallasstraße in Schöneberg und den Neuköllner Hermannplatz zu verbieten. Begrüßt wird Geisels Vorstoß von Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD): „Ich begrüße ein Böllerverbot sehr und vor allem, dass der Innensenator auch Kontrollen angekündigt hat.“ Kritisiert wurde Geisels Plan von Schöttlers Amtskollegin in Friedrichshain-Kreuzberg.

Monika Herrmann (Grüne) sagte: „Diese aktuell geplante Variante des Böllerverbots ist Quatsch – dann wird zwei Straßen weiter geböllert.“ Es brauche ein Böllerverbot in ganz Berlin. Zudem müsse beim Verkauf angesetzt werden: „Mit einem Verkaufsverbot der Böller wären wir schon einen Schritt weiter“, sagte sie.

Am Donnerstag wird ein Antrag der Koalition zur Einschränkung des Böllerns im Abgeordnetenhaus diskutiert – dieser soll weiter gehen als Geisels Vorschlag. Georg Kössler, umweltpolitischer Sprecher der Grünen, sagte: „Wir wollen eine Bundesratsinitiative, die uns die Möglichkeit gibt, das Böllern in ganz Berlin zu verbieten.“

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