Stadtentwicklung

Debatte um 13. Bezirk sorgt für Diskussionen

Rainer Genilke, infrastrukturpolitischer Sprecher, bezeichnete solche Diskussionen als Beleg für die Berliner Selbstverliebtheit.

Foto: pa

Potsdam.  Die in der Berliner Morgenpost ausgetragene Debatte über einen zusätzlichen 13. Berliner Bezirk hat auch in der Brandenburger Politik Wellen geschlagen. In der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag ist die Empörung über die „Berliner Hirngespinste“, einen neuen Stadtbezirk, der auch Flächen Brandenburgs mit einbeziehen könnte, groß.

Rainer Genilke, infrastrukturpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, bezeichnete solche Diskussionen als Beleg für Berliner Selbstverliebtheit. „Dieser Unfug ist keine weiteren Überlegungen wert“, sagte er. Den Berliner Kollegen könne er nur empfehlen, sich um vernünftige Dinge zu kümmern. Es gebe in Berlin bestimmt ausreichend Probleme zu lösen. In Brandenburg sei „jeder Berliner herzlich willkommen, der der dortigen Mietenexplosion entkommen will“.

Mit einer ambitionierteren gemeinsamen Landesentwicklungsplanung wären Berlin und Brandenburg laut Genilke sehr gut in der Lage, mit dem Wachstum der Stadt zurechtzukommen. „Hier bleiben Senat und Landesregierung bislang allerdings brauchbare Lösungen schuldig“, sagte der CDU-Politiker. Berliner Stadtbezirke auf Brandenburger Boden brauche es dafür jedoch nicht.

Alle Teile der Serie "Der neue 13. Bezirk - Wie Berlin künftig wachsen soll" lesen Sie hier.