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Wetter

Jetzt kommen Frost und Glatteis nach Berlin

In den nächsten Tagen werden Minusgrade in der Hauptstadt erwartet. Was Sie bei Kälte und Schnee wissen müssen.

Nach leichtem Schneefall treibt es diese Spaziergänger raus auf den Drachenberg in Charlottenburg. Foto: Jörg Krauthöfer

Foto: J?rg Krauth?fer

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Bislang war der Winter mild in Berlin und Brandenburg. In den nächsten Nächten könnte es aber deutlich kälter werden, so der Deutsche Wetterdienst für Berlin-Brandenburg. Er kündigt gebietsweise Frost sowie Glätte durch überfrierende Nässe oder Schneefall an. In der Nacht könnten die Temperaturen auf bis zu minus zehn Grad Celsius sinken, tagsüber auf bis zu minus fünf Grad. Ein Grund dafür ist „Meeresluft polaren Ursprungs“, die sich im Großraum Berlin festsetzt. So kommen Sie gut durch die kalten Tage.

Auto: Wenn es kalt wird, fängt das Auto häufig an zu streiken. Wer die Scheiben an seinem Fahrzeug enteist, sollte vorsichtig sein: Scharfkantige Streumittel-Reste können Kratzer auf dem Glas verursachen, wenn man den Eiskratzer mit etwas Kraft über die Scheibe zieht. Während des Eiskratzens ist es nicht sinnvoll, den Motor warmlaufen zu lassen – es ist sogar verboten. Bei strenger Kälte können Probleme mit der Autobatterie auftreten. Es hilft, vor dem Starten erst mal ein paar Minuten den Scheinwerfer einzuschalten. Der Autobatterie hilft diese „Aufwärmphase“, sie liefert dadurch höheren Startstrom.

Heizen: Wenn es richtig kalt draußen wird, lüften viele Menschen nur ungern – ein Fehler, dessen Folge Schimmel sein kann. Am Effektivsten ist es, mehrmals am Tag kurz stoßzulüften Das spart Energie und verhindert Schimmelbefall. Fünf Minuten bei ausgeschalteter Heizung genügen, um feuchte Luft gegen die trockene Luft von draußen auszutauschen, so das Umweltbundesamt. Jeder abgesenkte Grad Celsius spart sechs Prozent Heizkosten. Optimal sind Temperaturen zwischen 19 und 21 Grad.

Freizeit: Auch im Winter kann man Sport im Freien machen, sollte dabei aber einiges beachten. Die wichtigste Regel dabei ist der Wärmeerhalt. Der Körper droht bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt schnell auszukühlen – vor allem, wenn Sportler sich abhärten wollen und zu leichte Kleidung tragen. Atmungsaktive Kleidung hilft, Schweiß nach außen zu leiten, die Körperwärme hingegen zu bewahren. Besonders viel Wärme wird am Kopf abgegeben: Wer in der Kälte Sport macht, sollte deshalb in jedem Fall Mütze und Handschuhe tragen. Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sollten Jogger und Radfahrer durch die Nase atmen. Dabei wird die Luft erwärmt und befeuchtet, bevor sie in die Lunge gelangt.

Kältehilfe: Besonders schwierig wird die Lage für Obdachlose, wenn die Temperaturen Tag und Nacht unter dem Gefrierpunkt liegen. Deshalb will die Berliner Stadtmission mit dem Kältebus und der Kälte-Notübernachtung Kältetote in Berlin verhindern. Vom 1. November eines jeden Jahres bis zum darauffolgenden 31. März sucht der Kältebus mit seinem Team nach hilflosen Wohnungslosen. Zwei Kältebusse sind im Einsatz. Wer einen hilflosen Obdachlosen entdeckt, kann auch selbst den Kältebus rufen. Er ist zwischen 21 Uhr abends und drei Uhr morgens zu erreichen. Die Telefonnummer lautet: 0178-523 58 38.

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