Tiere

Artenschützer benennen Zootier des Jahres

Matthias Reinschmidt, Zoodirektor von Karlsruhe, zeigt den 25 Jahre alten Kakadu Balu.

Matthias Reinschmidt, Zoodirektor von Karlsruhe, zeigt den 25 Jahre alten Kakadu Balu.

Foto: dpa

Berlin. Pfoten, Flügel oder Flossen - wer wird Zootier des Jahres 2019? Heute will die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz in Berlin eine Spezies benennen, die anders als Eisbär und Panda keine große Lobby hat und deren Lebensraum bedroht ist.

Seit 2016 wählte die Gesellschaft zuerst den Leoparden, dann den Kakadu und zuletzt die asiatische Scharnierschildkröte als Zootier des Jahres aus. Für die Schildkröten sammelten vor allem Zoos und Tiergärten in Deutschland im vergangenen Jahr rund 70 000 Euro, wie die Projektkoordinatorin Viktoria Michel berichtete. Das Geld sei in die Erhaltungszucht-Station im Zoo Münster und in Schutzprojekte in Kambodscha geflossen.

Gefährdete und bedrohte Tierarten würden in Zoos erhalten, um sie vorm Aussterben zu bewahren, ergänzte Michel. Einzelne Tiere sollen wieder ausgewildert werden - aber nur, wenn ihr ursprünglicher Lebensraum das zulässt. Viele Tierarten im Ausland sind zum Beispiel besonders durch Rodung und Wilderei bedroht.

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.