Kriminalität

Mutmaßliche Trickbetrüger gefasst: 65 000 Euro beschlagnahmt

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens.

Foto: dpa

Berlin. Sie sollen sich als Polizisten ausgegeben haben: Nach monatelangen Ermittlungen sind in Berlin zwei mutmaßliche Trickbetrüger gefasst worden. Gegen die Verdächtigen im Alter von 25 und 26 Jahren, die zu einer Bande von neun Tätern gehören sollen, wurden Haftbefehle erlassen. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Die Verdächtigen sollen als falsche Polizisten besonders bei Senioren Beute gemacht haben.

Die beiden Hauptbeschuldigten wurden am Freitagabend in Gesundbrunnen sowie in einem Hotel in Halensee festgenommen. Gegen die gewerbsmäßig agierende Bande wurde laut den Angaben schon im vergangenen Jahr ermittelt. Die Identifizierung des 25- sowie 26-Jährigen sei mit Hilfe der Polizei Stuttgart gelungen. Die Betrugsfälle seien nicht auf Berlin beschränkt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.

Bei der Durchsuchung mehrerer Wohnungen sowie der Arbeitsstellen der Haupttatverdächtigen wurde laut Angaben umfangreiches Beweismaterial sowie Bargeld von 65 000 Euro beschlagnahmt.

Die Bande könnte für weitere Straftaten verantwortlich sein, hieß es in der Mitteilung der Ermittler. Der bisherige Tathergang entspreche dem Vorgehen, bei dem sich Täter am Telefon als Polizeibeamte ausgegeben und insbesondere von älteren Menschen Wertgegenstände und Bargeld erbeutet haben.

Auch der Fall der 90-jährigen Berlinerin, die mutmaßlichen Betrügern 94 000 Euro und Schmuck übergeben hatte, komme für dieses Verfahren in Frage.