Regierung

Mieterverein findet Berliner Rückkauf-Plan von Wohnungen gut

Ein Mann geht in Berlin in eine Geschäftsstelle des Berliner Mietervereins.

Ein Mann geht in Berlin in eine Geschäftsstelle des Berliner Mietervereins.

Foto: dpa

Berlin. Der Berliner Mieterverein unterstützt den Plan des Senats, Tausende privatisierte Wohnungen zurückzukaufen. "Mittlerweile besteht Einigkeit, dass der Verkauf der ehemals landeseigenen GSW in 2004 ein großer Fehler war und mitunter dazu führte, dass die Dynamik auf dem Berliner Wohnungsmarkt angeheizt wurde", sagte die stellvertretende Vereinsgeschäftsführerin Wibke Werner auf dpa-Anfrage.

Um den Berliner Wohnungsmarkt zu entspannen sei es nötig, bezahlbare Wohnungen zu bauen und bestehende günstige Wohnungen zu schützen. "Jeder Versuch, Wohnungen börsennotierten und damit ausschließlich renditeorientierten Wohnungsunternehmen zu entziehen und den landeseigenen Wohnungsunternehmen zuzuführen, die auf Grund der Kooperationsvereinbarungen mit dem Berliner Senat einem sozialeren Mietrecht unterworfen sind, ist daher zu begrüßen", sagte Werner.

Am Freitag hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) die Pläne bekanntgemacht, dem Unternehmen Deutsche Wohnen einen Kauf anzubieten. Der börsennotierte Konzern, der in Berlin und seinem Umland nach eigenen Angaben 115 000 Wohnungen besitzt, zeigte sich offen für das Angebot.