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Poggenburg: Einzug neuer Partei in Ost-Landtage realistisch

Magdeburg. Ex-AfD-Spitzenpolitiker André Poggenburg hält einen Einzug seiner neuen Partei "Aufbruch deutscher Patrioten" (AdP) bei den ostdeutschen Landtagswahlen für realistisch. Das sagte der 43-Jährige am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Ihm und seinen Mitstreitern sei bewusst, dass jede Neugründung und Abspaltung große Risiken berge. "Aber dass wir die Fünf-Prozent-Hürde im Osten schaffen, davon gehen wir aus." Dieses Jahr werden in Brandenburg, Thüringen und Sachsen neue Länderparlamente gewählt.

"Wir sehen uns als vervollständigende Konkurrenz zur AfD, aber nicht als ihr politischer Gegner", so Poggenburg. Aus seiner Sicht sei denkbar, dass seine alte und seine neue Partei künftig zusammenarbeiteten.

Der langjährige sachsen-anhaltische AfD-Chef war nach tagelangen Abspaltungsgerüchten am Donnerstag mit sofortiger Wirkung aus der Partei ausgetreten. Am gleichen Tag habe er mit gut einem Dutzend Mitstreitern aus Mitteldeutschland die AdP gegründet.

Als Begründung nannte er den vom AfD-Bundesvorstand forcierten "Linksruck" der AfD, um einer Beobachtung durch den Verfassungsschutz zu entgehen. Es gebe im Osten viele unzufriedene AfD-Mitglieder, die sich "gegängelt" fühlten. Er selbst hatte zuletzt Druck von der Bundesspitze und der eigenen Landtagsfraktion wegen wiederholt provokanter Wortwahl. Dem früheren Bundesvorstandsmitglied drohte unter anderem eine Ämtersperre.

Ob sich auch AfD-Mandatsträger dem neuen Projekt anschließen, ist laut Poggenburg offen. "Darauf liegt unser Fokus nicht, das wäre höchstens ein schöner Nebeneffekt", sagte er. Die Neugründung sei absichtlich geheim und klein gehalten worden, fügte er an.