Wilmersdorf

"Ribéry-Steaks" für jeden - Fleischerei vergoldet Steaks

Fußballer Franck Ribéry sorgte mit einem vergoldeten Steak für Aufsehen. Nun kann man sich auch in Berlin Fleisch "veredeln" lassen.

Wie bei Franck Ribéry: Das vergoldete Steak in der Filiale von "Best Beef" in der Güntzelstraße in Wilmersdorf.

Wie bei Franck Ribéry: Das vergoldete Steak in der Filiale von "Best Beef" in der Güntzelstraße in Wilmersdorf.

Berlin. Nachdem Fußballer Franck Ribéry mit dem Verzehr eines vergoldeten Steaks und seiner harschen Reaktionen auf die Kritik für Diskussionen gesorgt hat, bietet die Berliner Fleischerei "Best Beef" mit Filialen in Wilmersdorf und Zehlendorf nun die Möglichkeit, sich ebenfalls Steaks vergolden zu lassen. "Ribéry-Gold-Steak für alle!", heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Kunden könnten sich nun ihr Tomahawk-Steak mit 24 Karat Gold ummanteln lassen.

"Was Ribéry kann, das kann doch jeder, aber bitte bezahlbar", habe sich Fleisch-Sommelier Steffen Wawrycin gedacht - und ein entsprechendes Angebot geschaffen. 50 Euro Aufpreis kostet der Goldmantel für Steak und Burger - auf Bestellung. Ribéry hatte sich auf Einladung von Salt-Bae-Restaurantbesitzer Nusret Gökçe ein Steak mit Dubaier Blattgold schmecken lassen - und war dafür kritisiert worden. Darauf hatte der Mittelfeld-Spieler von Bayern München wiederum mit heftigen Beleidigungen reagiert, was ihm schlussendlich eine hohe Geldstrafe seitens des Fußballvereins einbrachte.

Wie wird ein vergoldetes Steak eigentlich zubereitet?

"Eine Seite wird scharf angebraten, dann kommt das Gold drüber. Zu Hause nur noch vier bis fünf Minuten die Unterseite kross anbraten, dann kommt das in den Ofen bei 100 Grad für etwa 35 Minuten", sagte Best-Beef-Geschäftsführer Stefan Völker der Berliner Morgenpost. Die Idee sei spontan in einer Filiale entstanden. "Wir haben das einfach mal gemacht und in die Auslage gelegt. Dann kamen Nachfragen von Kunden, ob man das auch kaufen kann. Dann haben wir gesagt, wir machen das." Das Ganze sei "sicherlich ungewöhnlich, da ist schon ein Stück Dekadenz dahinter. Aber wenn man das mit einem Augenzwinkern betrachtet, geht das." Einen "geschmacklichen Mehrwert" biete die Steak-Veredelung allerdings nicht, vielmehr sei das Blattgold geschmacksneutral.

Aufgebracht werde die Schicht mit einem Pinsel. "Das Gold kann bedenkenlos mitgegessen werden und ist in keiner Weise schädlich", sagt auch Mitarbeiter Wawrycin. "Nur die Zähne putzen sollte man sich danach, damit keine Reste hängen bleiben." Das Ganze sei "vielleicht ein tolles Geschenk für bestimmte Anlässe". Vielleicht ja auch einfach nur für den Anlass, Franck Ribéry nachzueifern. Dessen Steak soll übrigens knapp über 300 Euro gekostet haben. Da ist "Best Beef" günstiger. Zusammen mit dem Preis eines normalen Tomahawk-Steaks (knapp 40 Euro pro Kilo) bleibe man im Preis sogar unter 100 Euro.

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