Nach Einbruch

Schließfächer aufgebrochen – Sparkasse informiert Kunden

Auch die Verbraucherzentrale gibt Tipps zum Anmieten von Bankschließfächern und informiert über Risiken.

Schließfächer in einer Bank (Archivbild).

Schließfächer in einer Bank (Archivbild).

Foto: pa

Berlin. Bei einem Einbruch in eine Filiale der Berliner Sparkasse in Treptow-Köpenick während der Silvesternacht haben Unbekannte mehrere Schließfächer von Kunden gewaltsam geöffnet. Wie berichtet, hatte ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma den Einbruch in die Filiale an der Baumschulenstraße am Dienstagmorgen gegen 3.30 Uhr bemerkt und die Polizei alarmiert.

Nach ersten Ermittlungen hatten sich der oder die Täter Zutritt in einen unter der Bank verlaufenden Kellerraum verschafft. Dort haben sie die Decke des Raumes aufgestemmt und sind in den Wertfächerraum der Bank eingebrochen. Bei der Sparkasse teilte man mit, dass eine Handvoll Schrankfächer aufgebrochen wurden. „Zu den betroffenen Kunden haben wir bereits Kontakt aufgenommen und werden auch die nicht geschädigten Mieter informieren“, sagte ein Sprecher der Berliner Sparkasse.

Versicherung für das Schließfach

Er empfiehlt bei der Anmietung eines Schrankfachs trotz der Sicherungsmaßnahmen grundsätzlich den Abschluss einer gesonderten Versicherung. „Wer ein Schrankfach mieten möchte, sollte rechtzeitig auf seine Versicherung zugehen und den Leistungsumfang erfragen“, sagte der Unternehmenssprecher. „Vor Schäden durch Raub, Feuer, Leitungswasser und Diebstahl schützt in einigen Fällen auch die Hausratversicherung.“

Grundsätzlich sind Schrankfächer für Wertvolles, persönliche Dinge mit ideellem Wert oder besonders wichtige Dokumente gedacht. Bei der Berliner Sparkasse kann auch Bargeld in die Schrankfächer gelegt werden, das bei Abschluss einer Schrankfachversicherung bis zur Höhe der Versicherungssumme abgesichert ist. Mögliche Nachweise sollten mit der Versicherung besprochen werden. „In Betracht kommen zum Beispiel Fotos, Kaufbelege, Zeugen und schriftliche Erklärungen“, sagte der Sprecher. „Im Zweifel sollten Mieter alle Dokumente aufheben, die als Nachweis infrage kommen.“

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat die Angebote von Schließfächern von acht Banken untersucht. Der Durchschnitt der Jahresmiete liegt bei 60 Euro. „Bei den meisten Geldinstituten ist eine Versicherung im Mietpreis enthalten“, sagte Georg Tryba von der Verbraucherzentrale. „Den höchsten Schutz gab es bei der Sparkasse Essen. Im Mietpreis von 49,95 Euro waren bis zu 30.700 Euro abgedeckt.“ Bei anderen Instituten lagen die Deckungssummen zwischen 1500 und 5000 Euro. Bei einigen fehlte die Versicherung im Mietpreis komplett. Sie musste extra gebucht werden. „Mitunter greift die eigene Hausratversicherung“, sagte Tryba. „Das lässt sich in den Bedingungen unter dem Punkt Außenversicherung überprüfen“. Die Hausratversicherung zahlt aber nur, wenn keine andere Versicherung den Schaden übernimmt.