Silvesterunfälle

Mann sprengt sich mit Böller die Hand weg

Ein Mann sprengte sich in Berlin mit einem "Polenböller" fast die ganze Hand weg. Ein anderer erlitt schwere Verbrennungen im Gesicht.

Ein Mann zündet einen Knallkörper an.

Ein Mann zündet einen Knallkörper an.

Foto: Marc Müller / dpa

Berlin. Das Berliner Unfallkrankenhaus hat in der Silvesternacht 15 Menschen nach Unfällen mit Feuerwerk oder Böllern behandelt.

Darunter war ein Mann, der sich mit einem sogenannten Polenböller Teile der Hand komplett weggesprengt hat, wie eine Kliniksprecherin am Dienstagmorgen sagte. Ein anderer erlitt demnach schwere Verbrennungen im Gesicht und Mittelgesichtsfrakturen beim Anzünden einer Kettenbatterie. „Das lässt auf eine enorme Sprengkraft schließen“, so die Sprecherin. Die zehn Operationssäle seien in der Nacht durchgehend belegt gewesen.

Die Sprecherin ging davon aus, dass im Verlauf des Neujahrstags weitere Behandlungen folgen. Jährlich gebe es durchschnittlich 50 bis 70 Menschen, die sich beim Jahreswechsel mit Böllern oder Feuerwerk verletzten. Meist seien es Männer.

Besonders gefährlich sei es, wenn Menschen versuchten, nicht explodierte Böller ein zweites Mal anzuzünden, oder im angetrunkenen Zustand mit Feuerwerk hantierten. „Wir sind darum froh, dass es regnet und die Böller durchgeweicht sind“, so die Sprecherin.

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