Prozess

Münzdiebstahl im Bodemuseum: Hauptverhandlung ab Januar

Am 10. Januar beginnt die Hauptverhandlung im Prozess um den Diebstahl der 3,75 Millionen Euro wertvollen Münze "Big Maple Leaf".

Nach dem spektakulären Diebstahl einer millionenschweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im März 2017 beginnt der Prozess gegen vier junge Männer am 10. Januar

Nach dem spektakulären Diebstahl einer millionenschweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum im März 2017 beginnt der Prozess gegen vier junge Männer am 10. Januar

Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin. Am 10. Januar 2019 beginnt die Hauptverhandlung im Prozess gegen die mutmaßlichen Diebe der Goldmünze "Big Maple Leaf". Diese hatten die Münze am 27. März 2017 bei einem Einbruch ins Berliner Bode-Museum gestohlen. Angeklagt sind vier Männer, denen gemeinschaftlicher Diebstahl in einem besonders schweren Fall zur Last gelegt, wie das Berliner Landgericht mitteilte.

Laut Anklageschrift haben die Angeklagten den Diebstahl mindestens zehn Tage im Voraus geplant. Der Angeklagte Denis W. habe vor der Tat als Wachmann in dem Museum gearbeitet und vorab wichtige Hinweise zu den Museumsräumen und den Sicherheitsvorkehrungen an die drei Mitangeklagten Wissam R., Ahmed R. und Wayci R. weitergegeben. Letztere sollen dann in der Nacht des 27. März 2017 über ein Fenster im zweiten Obergeschoss in die Räume Am Kupfergraben eingebrochen sein und die Goldplatte mit einem Verkaufswert von rund 3,75 Millionen Euro aus einer Vitrine entwendet haben. Anschließend seien sie mit der Münze über den angrenzenden Bahndamm geflohen.

Weil drei der Angeklagten zur Tatzeit Heranwachsende waren, wird das Verfahren vor einer Jugendkammer verhandelt. Die zuständige 9. Große Strafkammer hat die Anklageschrift vom 21. September 2018 mit Beschluss vom 22. November 2018 zur Hauptverhandlung zugelassen und zunächst insgesamt zwölf Verhandlungstermine anberaumt.

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