Christbaum

Hier können Sie Ihren Weihnachtsbaum selbst schlagen

Wer Tanne, Fichte, Kiefer oder eine Douglasie fällen will – eine Übersicht zu Orten und Terminen in Brandenburg.

Ein Mann trägt in einer Weihnachtsbaumplantage einen selbst geschlagenen Baum.

Ein Mann trägt in einer Weihnachtsbaumplantage einen selbst geschlagenen Baum.

Foto: dpa Picture-Alliance / Florian Schuh / Florian Schuh /picture alliance / dpa

Potsdam.  Soll es für das Fest eine Nordmanntanne, eine Douglasie oder doch eine Fichte sein? Die Auswahl ist groß. Deutschlandweit stehen Nordmann- und Edeltannen ganz vorne in der Gunst. Auf Platz drei liegt die Gemeine Fichte, die Kiefer dahinter. Aber nicht in Brandenburg.

Zu den Festtagen wird bei zahlreichen Brandenburgern wohl eine Kiefer das Wohnzimmer schmücken. „Die Kiefer dominiert auch in diesem Jahr das märkische Weihnachtsbaumangebot“, sagt Jens-Uwe-Schade, Sprecher des Brandenburger Landwirtschaftsministeriums. Was nicht überrascht, ist sie doch der Charakterbaum der Mark Brandenburg.

„Sie bleibt in warmen Räumen am längsten ansehnlich, nadelt praktisch nicht“, informiert An­dreas Neumann vom Landesbetrieb Forst. Kiefern und Schwarzkiefern hätten in den vergangenen Jahren rund die Hälfte des Verkaufsangebots des Landesbetriebes ausgemacht. Bei den privaten Betrieben sehe die Baumartenverteilung anders aus, „da deren Angebote oft aus speziellen Anbauten stammen“. Für den laufenden Meter Kiefer oder Schwarzkiefer würden etwa 13 bis 15 Euro fällig, informiert das Landwirtschaftsministerium. Für Fichte oder Douglasie lägen die Richtwerte bei 14,50 bis 16 Euro, für Stechfichte oder Küstentanne bei 15,50 bis 16,50 Euro. Bis kurz vor den Feiertagen bieten der Landesbetrieb Forst und eine Vielzahl privater Forstbetriebe wieder die Möglichkeit, selbst die Säge anzusetzen.

Dyrotz bei Wustermark (Landkreis Havelland): Die Berliner Allee im Ortsteil Dyrotz ist am Wochenende des 15. und 16. Dezember von 10 bis 16 Uhr wieder die richtige Adresse für alle, die einen großen Baum brauchen: Hier gibt es Blaufichten zwischen drei und sechs Metern Länge zum Preis von etwa 19 Euro. Säge, Handschuhe und Packschnur sollten Holzfäller selbst mitbringen. Auf Wunsch werden die Bäume auch kostenlos eingenetzt.

Werder/Havel, Ortsteil Plessow (Landkreis Potsdam-Mittelmark): Weihnachtsbäume aus regionalem Anbau sind ab sofort bis zum 23. Dezember täglich von 9 bis 17 Uhr auf dem Werderaner Tannenhof an der Lehniner Chaussee 19 zu haben. Wer nicht das richtige Werkzeug zum Baumschlagen hat, bekommt eine Säge und einen Karren gestellt. Am Stand wird der Stamm aller Bäume für den Ständer passend gemacht und für den Transport nach Hause in ein Netz gehüllt. An Heiligabend kann man keine Tanne mehr selbst schlagen, dann werden bis 12 Uhr nur noch Weihnachtsbäume im Ständer verkauft. An allen Adventswochenenden erklingt weihnachtliche Livemusik. Auf dem Weihnachtsmarkt wird Handwerkskunst geboten, Kitas aus Werder gestalten einen Kuchenbasar. An allen Adventswochenenden kann an den Almhütten mit einem Quad gefahren werden, Kettensägenkünstler Torald Wendt fertigt Kunst, die man anschließend kaufen kann. Tel. 03327-43265, www.werderaner-tannenhof.de

Danewitz bei Biesenthal (Landkreis Barnim): Auf dem Weihnachtsbaumfeld von Tannen-Gesche an der Dorfstraße 48 werden bis zum 23. Dezember täglich von 9 bis 16 Uhr, am 24. Dezember von 9 bis 12 Uhr Weihnachtsbäume verschiedener Arten von der Nordmanntanne über die Rot- und Blaufichte bis hin zur Kiefer und der Serbischen Fichte angeboten. An den Adventwochenenden gibt es Heißes aus der Gulaschkanone, Bratwurst, Schmalzstullen, Glühwein und Kuchen auf dem Feldstein-Backofen. Wer am Wochenende kommt, sollte sich wegen des zu erwartenden Andrangs eine eigene Säge mitbringen. Tel. 03337-3346.

Grüntal (Landkreis Barnim): Bei der Gärtnerei G. Schubert, gelegen im Ortsteil Grüntal der Gemeinde Sydower Fließ zwischen Bernau und Eberswalde, kann man sich bis 23. Dezember jeweils von 9 bis etwa 16 Uhr einen Baum schlagen oder einfach einen der schon bereitstehenden Bäume nehmen. Die Auswahl umfasst Nordmanntannen, Blaufichten, Rotfichten, Serbische Fichten, Colorado-Tannen und Douglasien. An den Adventswochenenden wird das Lagerfeuer entfacht, es gibt Knüppelkuchen und weihnachtliche Spezialitäten. Falls Schnee liegt, kann auf einem Berg gerodelt werden. Tel. 03337-46101, www.gärtnerei-gschubert.de

Melchow bei Eberswalde (Landkreis Barnim): Der Verein Naturparkbahnhof Melchow lädt am 16. Dezember von 13 bis 18 Uhr zum Adventsmarkt mit Wildschwein aus dem Backofen, Glühwein, Stollen, Kuchen, Livemusik und Lagerfeuer ein. Start des Baumschlagens ist um 13.30 Uhr. Um 16.40 Uhr trifft der Weihnachtsmann mit der Eisenbahn ein. Telefon 03337-490170, www.naturparkbahnhof-melchow.de

Mellensee bei Zossen (Landkreis Teltow-Fläming): Im „Weihnachtsbaumwald Mellensee“ am Mokeweg gibt es 1,4 bis vier Meter hohe Bäume zu schlagen. Selbst zur Säge greifen kann man in Mellensee bis 23. Dezember von 8 bis 16 Uhr sowie an Heiligabend bis 12 Uhr. Im Angebot sind alle gängigen Weihnachtsbaumarten. Zudem wird Lammfleisch aus eigener Produktion verkauft. An den Adventswochenenden gibt es ein Kinderprogramm mit Ponyreiten, Kerzenziehen und Weihnachtsschmuck-Basteln. Der Weihnachtsmann beschenkt die Kinder, wenn sie Lieder singen oder Gedichte aufsagen können. Am Imbiss werden Bratwurst und Glühwein serviert. Wer mag, kann von Zossen aus mit den Draisinen der Erlebnisbahn bis in die Schonung fahren. www.weihnachtsbaum-selbst-schlagen.de

Nackel (Landkreis Ostprignitz-Ruppin): Auf dem Behrendt-Hof an der B 5 zwischen Friesack und Wusterhausen (Segeletzer Straße 6) kann man bis
23. Dezember jeweils von 10 bis 16 Uhr Nordmanntannen und Blaufichten selber schlagen. Am 16. Dezember gibt es einen ländlichen Weihnachtsmarkt mit weihnachtlichen Spezialitäten, Stollen, frisch geräucherter Forelle, Schmalzstullen und Glühwein. Tel. 033978-50440, www.behrendt-hof.de

Werneuchen Ortsteil Tiefensee (Landkreis Oder-Spree): Auf dem Gutshof von Bauer Nietsch (Seeweg 3, dann der Ausschilderung folgen) werden bis 23. Dezember jeweils von 10 bis etwa 16 Uhr Weihnachtsbäume verkauft. Nordmanntanne, Blaufichte und Serbische Fichte können selber geschlagen werden. Eine eigene Säge sollte man mitbringen. Es gibt täglich Lagerfeuer, Erbsen- und Kürbissuppe und Gegrilltes, hausgemachte Säfte, Sanddornglühwein und Kinderpunsch. Es können Nüsse, Marmeladen, Honig und Gelees gekauft werden. Tel. 033398-94948, www.bauer-nietsch.de

Neuzelle (Landkreis Oder-Spree): In einer neuen Schonung am „Treppelpflaster“ können am 15. Dezember von 10 bis 13 Uhr Blaufichten geschlagen werden. Eine eigene Säge sollte man möglichst mitbringen. Die Schonung liegt in der Nähe der Straßenverbindung zwischen dem Neuzeller Ortsteil Kummerow und Treppeln, der Weg ist ab dem Neuzeller Feuerwehrgerätehaus ausgeschildert. Am Lagerfeuer gibt es Glühwein, Wildwiener und Wildkesselgulasch. Stiftung Stift Neuzelle, Tel. 033652-81414, www.stift-neuzelle.de

Schwedt/Oder, Ortsteil Kunow (Landkreis Uckermark): Ein Ausflug in die Uckermark lässt sich hier bestens mit dem Kauf eines Weihnachtsbaumes verbinden. Zum Selberschlagen gibt es Nordmanntannen, Fichten, Schwarzkiefern oder Blaufichten, in Kunow ist der Weg ausgeschildert. Geöffnet ist vom 8. bis 24. Dezember von 8 bis 16.30 Uhr. An den Adventswochenenden kann über dem Lagerfeuer Knüppelkuchen gegart werden, auch Wildbratwurst und Glühwein werden angeboten. Bei gutem Wetter kann zudem eine Kutschfahrt gebucht werden. Tel. 0162/5616441, www.uckertanne.de

Wiesengrund (Landkreis Spree-Neiße): Die Dubrauer Baumschule lädt am 16. Dezember ab 9 Uhr bis zum Dunkelwerden zum Selbstschlagen von Colorado- und Blautanne, Schwarzkiefer oder Serbischer Fichte auf ihr Gelände am Jether Weg 4 (OT Dubrau). Ein Imbiss und Glühwein werden angeboten. Am 15. Dezember findet von 10 bis 17 Uhr das Weihnachtsevent auf dem Areal statt, verschiedene Anbieter aus der Region verkaufen Fisch, Straußenfleisch und Selbstgebranntes. Ein Motorsägenkünstler ist zu erleben (an diesem Tag kann kein Baum selbst geschlagen werden.) www.dubrauer-baumschule.de

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