Soziales

Weitere Obdachlose können Wohnungen beziehen

Bis zu 80 Obdachlose sollen unkompliziert eine Wohnung bekommen. Ohne dafür, wie früher, strenge Bedingungen erfüllen zu müssen.

Ein Obdachloser liegt am frühen Morgen auf einer Bank im Tiergarten.

Ein Obdachloser liegt am frühen Morgen auf einer Bank im Tiergarten.

Foto: dpa

Beim Obdachlosen-Projekt "Housing First" (Zuerst ein Zuhause) haben weitere Menschen eigene vier Wände gefunden. "Die ersten zwei Frauen bekommen eine Wohnung, eine zieht heute schon ein", sagte Elke Ihrlich vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Es sei eine Sensation, dass sich so schnell tolle Wohnungen gefunden hätten. Die Aachener Siedlungs- und Wohnungsgesellschaft habe sie bereitgestellt. Die Wohnungen in Charlottenburg und Wedding seien in einem sehr guten Zustand.

Das Unternehmen werde dem SkF zudem in einem teilweise besetzten Haus in der Großbeerenstraße 17a Räume für die Kältehilfe zur Verfügung stellen. Die Hilfsaktion solle dort am 17. Dezember starten. Darüber hinaus hätten auch weitere Wohnungsbaugesellschaften Interesse an der Vermietung gezeigt. "Ich freue mich, dass es Vermieter gibt, die an das Konzept von Housing First glauben", sagte Ihrlich. Der SkF ist ein Projektpartner. Auch der Verein Neue Chance hat schon Wohnungen für das Projekt gefunden.

Bis zu 80 Obdachlose sollen künftig in Berlin unkompliziert eine Wohnung bekommen. Bislang müssen sie viele Voraussetzungen erfüllen, um eine Wohnung zu erhalten, zum Beispiel mögliche Schulden oder Sucht in den Griff bekommen. Daran scheitern viele. Bei dem Projekt sollen die Wohnungen bedingungslos vergeben werden.

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