Survivor R

Neuer Berliner Polizei-Panzer seit Tagen kaputt

Der Panzer befindet sich in der Werkstatt, berichtet die Gewerkschaft der Polizei. Dabei ist der Survivor R keine zwei Wochen alt.

Survivor R: Die Berliner Polizei hat ihr neues Spezialfahrzeug vorgestellt

Die Berliner Polizei verfügt jetzt über ein neues und millionenteures Panzerfahrzeug mit dem Namen Survivor.

Survivor R: Die Berliner Polizei hat ihr neues Spezialfahrzeug vorgestellt

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Berlin. Das neue und millionenteure Panzerfahrzeug Survivor R der Berliner Polizei soll seit Tagen mit defekten Bremsen in der Werkstatt stehen. Das berichtet die "B.Z." und beruft sich auf die Gewerkschaft der Polizei (GdP). GdP-Vorstand Thomas Spaniel sagte dem Blatt: "Es ist schon amüsant, wenn unser hochkomplexes eine-Million-Euro-Spielzeug wegen defekter Bremsen in die Werkstatt muss, ohne dass man es bisher irgendwie sinnvoll einsetzen konnte. Mir wären da etliche bessere Investitionen für all unsere Kollegen eingefallen."

Das Spezialfahrzeug mit High-Tech-Ausrüstung wurde besonders für Einsätze gegen schwer bewaffnete Terroristen angeschafft und war erst Mitte November vorgestellt worden. Es ist gegen Schüsse aus Schnellfeuerwaffen besonders dick gepanzert, zum Teil vergittert und hat geschützte Reifen.

Der Wagen können „diskret auf wechselnde Bedrohungslagen angepasst werden und ist serienmäßig mit einer Schutzbelüftungsanlage gegen atomare, biologische und chemische Kampfstoffe ausgestattet“, so die Herstellerfirma. Zur Ausrüstung gehören auch Suchscheinwerfer, eine Seilwinde und Räumschilder. Der Survivor hat laut Herstellerfirma 330 PS und wiegt je nach Ausstattung etwa 15 Tonnen. Bis zu zehn Polizisten passen in den Innenraum. Der Preis liegt bei mehr als einer Million Euro.

Die Polizei in anderen Bundesländern erhielt bereits ähnliche Fahrzeuge. In Berlin sollte der Survivor ursprünglich im Frühjahr geliefert werden. Der Termin wurde dann verschoben.

Der Panzerwagen gehört zu dem großen Paket von neuen Waffen und neuer Technik für die Berliner Polizei, das nach den islamistischen Terroranschlägen 2015 in Frankreich und im Dezember 2016 in Berlin beschlossen wurde. Gekauft oder bestellt wurden für mehr als 40 Millionen Euro neue Dienstpistolen, Maschinenpistolen, Sturmgewehre, Schutzwesten, Helme, Computertablets, moderne Funkausrüstungen und Autos.

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