Bildung

Neue temporäre Lerngruppen für schwierige Schüler

Laut neuem Schulgesetz sollen Kinder in den Regelschulen bleiben und gegebenenfalls in temporären Kleingruppen unterrichtet werden.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Berlin.  In Zukunft wird es in Berlin laut neuem Schulgesetz keine inklusiven Schwerpunktschulen mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ mehr geben. Stattdessen sollen diese Kinder in den Regelschulen bleiben und gegebenenfalls in temporären Kleingruppen unterrichtet werden. Schüler, die einen „emotionalen und sozialen Förderbedarf“ aufweisen, haben oft große Probleme, sich im Unterricht zu integrieren, und sie benehmen sich verhaltensauffällig, was eine große Herausforderung für Lehrer und Mitschüler sein kann. Im Moment gibt es nur noch wenige Förderschulen mit diesem Schwerpunkt.

„Das ist der letzte Schritt in einem Prozess“, sagte dazu die Berliner SPD-Politikerin Maja Lasic im Schulausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Inklusion bedeute, solche Kinder nicht aus der Regelschule zu holen, nicht aus ihrer vertrauten Umgebung. Gerade weil es bei Kindern, die emotional auffällig sind, häufig auch eine soziale Komponente gebe – oft kommen sie aus armen, bildungsfernen Elternhäusern. Auch Regina Kittler, Bildungssprecherin der Linken, meinte: „Das kann die Regelschule auch leisten.“ Lediglich Marianne Burkert-Eulitz von den Grünen ist bereit, nochmal in die Diskussion einzusteigen. In der CDU spricht man sich dagegen für die Erhaltung der Förderschulen aus. „Wir brauchen sie“, betonte Hildegard Bentele von der Berliner CDU. Zumindest für Härtefälle.

Es ist nur zwei Wochen her, da kam das Thema im Schulausschuss schon einmal zur Sprache. Damals erklärte Robert Giese, Schulleiter der Fritz-Karsen-Gemeinschaftsschule in Neukölln, selbst sie hätten zuletzt einen Schüler gehabt, mit dem sie nicht mehr klarkamen. Eine spezialisierte Förderschule sei dann der letzte Rettungsanker.