Tierpark Berlin

Berlin wartet auf ein neues Eisbären-Baby

Bei Eisbärin Tonja wird Nachwuchs erwartet. Es könnte jederzeit soweit sein. Und Giraffe Ella ist erstmals in der Außenanlage unterwegs.

Eisbärendame Tonja erwartet Nachwuchs

Eisbärendame Tonja erwartet Nachwuchs

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

Berlin. Das war Ellas großer Auftritt. Nach einigen unsicheren Schritten ist die Rothschild-Giraffe am Dienstag über die Anlage galoppiert und hat mit Tempo einige Runden gedreht. Sie ist jetzt knapp drei Wochen alt und wurde erstmals auf der Außenanlage präsentiert. Noch mehr Jungtiere gibt es am Donnerstag zu sehen. Dann dürfen erstmals die Tiger-Vierlinge, die Anfang August zur Welt gekommen sind, den Stall verlassen. Zur „Taufe“ und Bekanntgabe der Namen erwartet der Tierpark den indonesischen Botschafter.

Die nächsten Nachwuchs-Hoffnungen gibt es bei den Eisbären. Das gespannte Warten hat im Tierpark zum dritten Mal in Folge begonnen. „Das Eisbärenbaby kann jeden Tag geboren werden“, sagt Säugetier-Kurator Florian Sicks am Dienstag im Tierpark. Eisbärin Tonja hatte sich Anfang November in ihre Wurfhöhle zurückgezogen. Dort schlafe sie bis zu 21 Stunden am Tag, so Sicks. Tonja wird jetzt rund um die Uhr mit Monitoren überwacht. Kein Tierpfleger geht mehr zu ihr hinein, damit sie ihre Ruhe hat. Eisbärenbabys kommen immer in den Monaten November oder Dezember auf die Welt.

Eisbären-Kurator hofft, dass diesmal alles gut geht

„Im März hat Tonja 230 Kilogramm gewogen und im September schon 390 Kilogramm“, sagt der Kurator. Genug Speck habe sie also, um eine Zeit lang ohne Futter auszukommen. Er sei guter Dinge, so Sicks. Obwohl eine gewisse Unsicherheit natürlich mitschwinge. Eisbär Fritz war am 3. November 2016 auf die Welt gekommen. Er hatte sich schon zu einem prächtigen Jungtier entwickelt, als er nach vier Monaten plötzlich starb. Bis heute ist die Ursache für seinen Tod nicht geklärt. Im vergangenen Jahr brachte Tonja am 7. Dezember ein Eisbären-Mädchen zur Welt. Wieder war die kritische Anfangsphase gut überstanden, doch knapp vier Wochen nach der Geburt starb auch das weibliche Jungtier. Es hatte offenbar zu wenig getrunken und war zu schwach gewesen – so das Ergebnis der Obduktion.

Nun hoffen alle auf das dritte Mal. „Wir haben diesmal den Eisbären-Vater Wolodja schon im Mai von Tonja getrennt und im Zoo untergebracht, damit sie über den Sommer Ruhe hat“, sagt Florian Sicks. Das sei aber die einzige Änderung zu den vergangenen Jahren.