Gesellschaft

Klatten und Grossman mit Toleranzpreis ausgezeichnet

David Grossman (l-r), Susanne Klatten und Peter Schäfer, Direktor Jüdisches Museum, bei der Preisverleihung.

David Grossman (l-r), Susanne Klatten und Peter Schäfer, Direktor Jüdisches Museum, bei der Preisverleihung.

Foto: dpa

Berlin. Die deutsche Unternehmerin Susanne Klatten und der israelische Schriftsteller David Grossman sind am Samstagabend mit dem "Preis für Verständigung und Toleranz" des Jüdischen Museums Berlin ausgezeichnet worden. Das gesellschaftliche Engagement der BMW-Großaktionärin Klatten sei ein bemerkenswertes Beispiel für eine wirkungsorientierte und damit nachhaltig erfolgreiche Philanthropie, begründete die Jury ihre Wahl. Grossman habe sich nicht nur als Schriftsteller international einen Namen gemacht, sondern sei auch durch seine mutige Teilnahme an den gesellschaftspolitischen Debatten seines Landes hervorgetreten.

Außenminister Heiko Maas als Laudator würdigte Grossman. Der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels trete dafür ein, dass nur ein echter Interessenausgleich zwischen Israelis und Palästinensern dauerhaften Frieden schaffen könne, sagte Maas.

Der Preis wurde zum 17. Mal vergeben. Mit ihm werden seit 2002 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise um die Förderung der Menschenwürde, der Völkerverständigung, der Integration von Minderheiten und des Zusammenlebens unterschiedlicher Religionen und Kulturen verdient gemacht haben.