Konjunktur

IWH-Chef Gropp: Ostdeutsche Betriebe oft weniger produktiv

Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Reint E. Gropp, Präsident des Leibniz-instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Foto: dpa

Bad Saarow. Zahlreiche Firmen im Osten Deutschlands sind nach einer Studie des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint E. Gropp, auch 30 Jahre nach dem Mauerfall weniger produktiv als im Westen. So hätten Untersuchungen von vergleichbaren Betriebsstätten, die dasselbe Produkt herstellten und gleich viele Mitarbeiter hatten, Produktivitätsunterschiede von 20 Prozent ergeben, sagte Gropp am Donnerstag auf dem Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow. Eine Ursache sei womöglich die Subventionspolitik, die zu einer zu hohen Beschäftigtenzahl in Firmen geführt habe. Der Chef der ifo-Niederlassung in Dresden, Joachim Ragnitz, widersprach dieser These: Vielmehr sehe er die Ursachen darin, dass ostdeutsche Firmen ihre Produkte zu billig auf den Märkten anböten. Das führe zu einem Teufelskreis aus niedrigen Löhnen und niedrigen Preisen.

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