Polizei-Blog

Das sind die Polizeimeldungen vom Donnerstag in Berlin

Aktuelle Meldungen aus Berlin. Hier finden Sie eine Übersicht in unserem Polizei-Blog.

Spezialeinsatzkräfte bei der Festnahme in der Nacht in Steglitz,

Spezialeinsatzkräfte bei der Festnahme in der Nacht in Steglitz,

Foto: Morris Pudwell

Berlin. 15-Jähriger flüchtet vor Polizei und rammt Bus: Ein 15-Jähriger ist im Auto vor der Berliner Polizei geflohen und hat einen Bus in Reinickendorf gerammt. Zivilbeamte hatten den Jugendlichen, der schon mehrfach aufgefallen ist, am Steuer erkannt und wollten ihn am Donnerstag in der Residenzstraße stoppen. Doch der junge Mann flüchtete mit den zwei ebenfalls 15 Jahre alten Insassen in dem Auto, wie die Polizei mitteilte. In der Emmentaler Straße fuhr der Fahrer auf einen Bus der Linie 129 auf und dann gegen einen parallel zu ihm fahrenden Polizeiwagen, der gegen ein parkendes Fahrzeug geschoben wurde. Der 15-Jährige und einer seiner Mitfahrer flüchteten zu Fuß, wurden aber später gefasst.

An dem Auto waren gestohlene Kennzeichen. Den Wagen jedoch will der 15-Jährige vor Kurzem von einem Mann gekauft haben, hieß es. Die Polizei prüft nun, ob das stimmt.

Schmierereien am S-Bahnhof Springpfuhl: Ein 31-Jähriger ist am Mittwochabend festgenommen worden, nachdem er an einer S-Bahn, zwei Fahrkartenautomaten und mehreren Pfeilern Schmierereien angebracht hatte. Der Mann, der offenbar ein Faible für Musik hat, kritzelte diverse Notenschlüssel. Ein 58-Jähriger sowie Sicherheitsmitarbeiter der Bahn hielten den Mann schließlich am S-Bahnhof Marzahn fest und übergaben ihn der Polizei. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von über 1,8 Promille.

Festnahme eines Drogendealers: Zivilfahnder haben am Mittwochabend am S-Bahnhof Priesterweg in Schöneberg einen mutmaßlichen Drogendealer festgenommen. Sie hatten beobachtet, wie der 19-Jährige einem Mann gegen Geld vermutlich Drogen übergab. Bei der Überprüfung des Verdächtigen wurden bei ihm ein größerer Geldbetrag und zwei Mobiltelefone sichergestellt. Der Mann soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.

Berliner Hauptbahnhof: Kurzzeigte Sperrung der Bahnsteige: Polizeieinsatz am Hauptbahnhof in Berlin. Gegen Mittag waren aufgrund eines Personenunfalls die Bahnsteige drei und vier gesperrt. Auch der dortige Regional- und Fernverkehr war für circa 20 Minuten unterbrochen. Das teilte die Bundespolizei Berlin um kurz vor 12 Uhr auf Twitter mit. Reisende wurden dazu aufgefordert, den Anweisungen der Rettungs- und Sicherheitskräfte zu folgen und auf die Durchsagen im Bahnhof für den weiteren Zugverkehr zu achten. Mittlerweile wurden die Sperrungen der Bahnsteige und des Zugverkehrs wieder freigegeben, die Rettungsmaßnahmen sind abgeschlossen.

Reetdach vom Wasserwerk Riemeisterfenn niedergebrannt: Im ehemaligen Wasserwerk Riemeisterfenn am Rande des Grunewalds in Zehlendorf ist in der Nacht zu Donnerstag ein Feuer ausgebrochen. Dort brannte das Reetdach auf einer Fläche von 460 Quadratmeter. Durch die abgelegene Lage mitten im Wald hatte die Feuerwehr Schwierigkeiten mit der Löschwasserversorgung. Erst am frühen Morgen war der Brand unter Kontrolle. Ein Übergreifen auf das angrenzende Waldstück konnte verhindert werden. Verletzt wurde niemand. Wie es zu dem Feuer kommen konnte, war zunächst unklar. Das ungenutzte Wasserwerk war in den 90er-Jaren stillgelegt worden und beherbergte zwischenzeitlich einen gastronomischen Betrieb. Ob es sich um Brandstiftung handelt, muss nach Polizeiangaben noch ermittelt werden. Die Löscharbeiten dauerten bis in den frühen Donnerstagmorgen an. Ein Passant hatte den Brand am Mittwoch gegen 22.45 Uhr bemerkt und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Rund 52 Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr waren in der Onkel-Tom-Straße im Einsatz.

Unbekannte werfen vier Meter lange Schranke auf S-Bahn-Gleis: Unbekannte haben am Mittwochabend eine Schranke auf die Gleise der Ringbahn-Trasse in Neukölln geworfen. Ein Zug überrollte die vier Meter lange Metallstange und wurde dabei so stark beschädigt, dass er aus eigener Kraft nicht mehr weiter fahren konnte. Etwa 60 Passagiere mussten rund zweieinhalb Stunden in dem Zug ausharren, bevor er mithilfe einer weiteren S-Bahn in den Bahnhof Tempelhof geschoben werden konnte. Verletzt wurde niemand. Der Wurf des Gegenstandes, den ein Sprecher der Bundespolizei als "rot-weißen Schrankenbaum aus Metall" bezeichnete, erfolgte gegen 20.20 Uhr von der Oderstraßenbrücke aus. Erst gegen 22.50 Uhr konnte die betriebsunfähige S-Bahn in den S-Bahnhof Tempelhof geschoben werden. Noch am Abend untersuchten Beamte der Bundespolizei den Tatort. Nähere Details zu den laufenden Ermittlungen teilte die Bundespolizei zunächst nicht mit. Die Ermittler gehen von einer vorsätzlichen Tat aus. Durch den Vorfall war die Ringbahn S41/S42 zwischen Hermannstraße und Südkreuz für rund drei Stunden unterbrochen. Gegen 23.15 Uhr wurde der Zugverkehr auf der Strecke wieder aufgenommen.

Mann und Frau beschmieren Mauer auf 40 Metern: Die Berliner Polizei hat in der Nacht zu Donnerstag einen Mann und eine Frau festgenommen, die zuvor an der Berliner Allee in Weißensee eine Mauer beschmiert hatten. Wie eine Polizeisprecherin sagte, lautete der Spruch "Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland, schwarz-rot-gold, fick dich, wird abgebrannt". Die beiden 27- und 29-Jährigen wurden gegen 0.30 Uhr beim Besprühen der Mauer von einem Passanten bemerkt, der die Polizei alarmierte. Die Beamten nahmen das Duo fest. Die mitgeführten Gegenstände, wie Gummihandschuhe, Sprühdosen, Plakatkleister und weitere Plakate, wurden sichergestellt. Da beide offensichtlich alkoholisiert waren, wurden Atemalkoholkontrollen durchgeführt. Diese ergaben Werte von rund 1,8 und 1,1 Promille. Die 29-Jährige wurde anschließend in ein Gewahrsam gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließend konnte sie die Gefangenensammelstelle wieder verlassen.

Zwei Festnahmen bei SEK-Einsatz in Steglitz: Spezialeinsatzkräfte der Berliner Polizei haben am Mittwochabend in Steglitz zwei Personen festgenommen. Zu dem SEK-Einsatz kam es in einer Wohnung an der Leydenallee. Laut einer Polizeisprecherin bestand der Verdacht, dass in der Wohnung eine Person gegen ihren Willen festgehalten wird. Dies bestätigte sich vor Ort nicht. Die beiden junge Männer wurden festgenommen, vernommen und kamen anschließend wieder auf freien Fuß. Die mitgeführten Gegenstände, wie Gummihandschuhe, Sprühdosen, Plaketkleister und weitere Plakate, wurden sichergestellt. Da beide offensichtlich alkoholisiert waren, wurden Atemalkoholkontrollen durchgeführt. Diese ergaben Werte von rund 1,8 und 1,1 Promille. Die 29-Jährige wurde anschließend in ein Gewahrsam gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließend konnte sie die Gefangenensammelstelle wieder verlassen.

Mehrere Menschen bei Brand in Hochhaus verletzt: Erneut ist in einem elfgeschossigen Hochhaus in Hellersdorf ein Feuer ausgebrochen. In acht Kellerverschlägen habe es am Mittwochabend gegen 21.40 Uhr gebrannt, teilte die Feuerwehr mit. „Der Rauch ist bis in den neunten Stock hinaufgestiegen“, sagte ein Sprecher. Vier Menschen - eine 34-Jährige und ihre Kinder im Alter von 6 und 7 Jahren sowie ein Säugling - wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Mieter im Alter von 51 und 20 Jahren wurden ebenfalls mit Rauchgasvergiftungen vor Ort behandelt. Die Feuerwehr war mit 78 Einsatzkräften vor Ort an der Alten Hellersdorfer Straße. Wie es zu dem Brand kam, ist noch nicht geklärt. Bereits vor gut zwei Wochen war ein Feuer in einem Hochhaus der selben Straße ausgebrochen. Damals brannten zwölf Verschläge.

Wieder Raubüberfall mit Messer auf Apotheke: Erneut hat ein Unbekannter mit einem Messer eine Apotheke überfallen und ausgeraubt - diesmal in Weißensee. Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, hatte der Unbekannte am Mittwochabend die 29 Jahre alte Angestellte der Apotheke in der Berliner Allee mit einem Messer bedroht und die Einnahmen gefordert. Die 29-Jährige übergab dem Räuber das Geld. Er ergriff mit seiner Beute die Flucht. Die Mitarbeiterin blieb unverletzt. Bereits am vergangenen Dienstag wurden zwei Angestellte einer Apotheke in Berlin Alt-Hohenschönhausen mit einem Messer bedroht und ausgeraubt. Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Überfallen gibt, wird derzeit von der Polizei überprüft.

Hier finden Sie die Verkehrsvorschau für den heutigen Donnerstag in der Hauptstadt.

So wird das Wetter am Donnerstag in Berlin

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