Vor Hitler-Wein posiert

Jessica Bießmann aus AfD-Fraktion ausgeschlossen

Die Berliner AfD-Abgeordnete hatte vor Weinflaschen mit Hitler-Etikett posiert. Nun wurde sie aus der Fraktion ausgeschlossen.

Jessica  Bießmann

Jessica Bießmann

Foto: Gregor Fischer / dpa

Die AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus hat am Dienstagabend die Abgeordnete Jessica Bießmann ausgeschlossen. Das bestätigte Fraktionssprecher Thorsten Elsholtz. „Über weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart“, sagte er weiter. Bießmann ist nach Andreas Wild das zweite Partei-Mitglied, das die Fraktion verlassen muss.

Anlass für die Entscheidung der Fraktion sind vor Kurzem auf Twitter aufgetauchte Fotos, die nach Angaben Bießmanns zehn Jahre alt sein sollen. Darauf ist die Abgeordnete zu sehen, wie sie auf einem Küchentisch posiert, im Hintergrund stehen Weinflaschen, die mit einem Hitler-Etikett versehen sind.

Diese sogenannten Hitler-Weine sind in Deutschland verboten, im Ausland, etwa in Italien, aber lassen sie sich regulär im Handel erwerben. Bießmann hatte ferner immer wieder durch umstrittene Postings im sozialen Netzwerk Facebook auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem hatte sie sich belustigt über ein auf einem Spielplatz ausgegrabenes steinernes Hakenkreuz geäußert.

Bereits vor zwei Wochen hatte der AfD-Landesvorstand einstimmig für den Ausschluss von Jessica Bießmann aus der Partei gestimmt. Die 37-Jährige sagte damals, sie bereue, dass es die Fotos gebe.

Mehr zum Thema:

Rekelei vor „Hitler-Wein“: AfD will Abgeordnete ausschließen

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.