Ausländische Gefangene

Berliner Gefängnisse: Inhaftierte aus mehr als 90 Ländern

In der Untersuchungshaft hatten 75 Prozent der Verdächtigen keinen deutschen Pass. Der Anteil ausländischer Gefangener stieg damit an.

Die Justizvollzugsanstalt in Berlin-Moabit.

Die Justizvollzugsanstalt in Berlin-Moabit.

Foto: dpa

Berlin. In den Berliner Gefängnissen steigt der Anteil ausländischer Inhaftierter. Knapp 51 Prozent der verurteilten Straftäter hatten zum Stichtag 31. März dieses Jahres keine deutsche Staatsangehörigkeit, wie aus dem Newsletter des Berliner Justizvollzugs hervorgeht. In der Untersuchungshaft hatten demnach 75 Prozent der Verdächtigen keinen deutschen Pass.

Während die Zahl der Gefangenen in Berlin den Angaben zufolge von 2010 bis 2018 um 18,5 Prozent sank, stieg der Anteil ausländischer Gefangener im selben Zeitraum um rund 20 Prozent. Derzeit sind knapp 3930 Menschen inhaftiert. Es gibt sieben Justizvollzugsanstalten, die zum Teil mehrere Gebäude haben, sowie ein Haftkrankenhaus.

Mehr als 90 verschiedene Staatsangehörigkeiten treffen Newsletter nach im Justizvollzug der Hauptstadt aufeinander. Das Gefängnis Moabit habe mit knapp 73 Prozent den höchsten Anteil ausländischer Gefangener in der Hauptstadt. In der Vollzugsanstalt Heidering seien knapp 57 Prozent der inhaftierten Straftäter Ausländer. Die meisten ausländischen Gefangenen seien türkischer Herkunft, hieß es.

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