Unfälle

Achtung! Das sind Berlins gefährlichste Kreuzungen

An zehn Knotenpunkten der Hauptstadt gab es 2017 mehr als 1750 Unfälle, 14 Schwerverletzte und 139 Leichtverletzte.

Den meisten Verkehrsteilnehmern ist die vielarmige unübersichtliche und vor allem für Radfahrer sehr gefährliche Kreuzung am U-Bahnhof Schlesisches Tor ein Gräuel. Nicht ganz zufällig steht der Knotenpunkt mit der Bevern-, Oberbaum-, Oppelner - , Skalitzer - und Schlesischer Straße (Ortsteil Kreuzberg) auch mit großem Abstand ganz oben in der Rankingliste der unfallträchtigsten Kreuzungen Berlins. 2017 gab es hier 424 Verkehrsunfälle mit 851 Beteiligten, von denen eine Person schwer- und acht leicht verletzt wurden - so geht es aus einer parlamentarischen Anfrage der CDU im Abgeordnetenhaus an den Senat von Berlin hervor.

Unfallträchtigste Kreuzung Nummer zwei ist die Bismarckstraße/ Ecke Ernst-Reuter-Platz (Charlottenburg) mit 192 Verkehrsunfällen, 389 Beteiligten und zehn Leichtverletzten.

Bei Nummer drei handelt es sich mit dem Theodor-Heuss-Platz (Westend) erneut um einen Kreisverkehr: 179 Verkehrsunfälle, mit 365 Beteiligten, einem Schwer- und 18 Leichtverletzten.

Platz Nummer vier belegt der Knotenpunkt Innsbrucker Platz (Schöneberg). 2017 wurden hier 146 Verkehrsunfälle mit 291 Beteiligten zwei Schwer- und sieben Leichtverletzten gezählt.

Auf Platz Nummer fünf landet die Minna-Cauer-Straße/ Ecke Invalidenstraße (Tiergarten), einschließlich der Ein- und Ausfahrt des Tiergartentunnels: 145 Verkehrsunfälle, 295 Beteiligte, unter ihnen 15 Leichtverletzte.

Als zahlreichste Unfallursachen werden von der Verkehrspolizei fehlerhaftes Wechseln des Fahrstreifens, ungenügender Sicherheitsabstand und Fehler beim Abbiegen aufgezählt.

„Oft hilft es schon, wenn Haltelinien verändert werden“

Nach Auskunft von Matthias Tang, Sprecher der Verkehrverwaltung, legt die Straßenverkehrs-Unfallkommission mit Beteiligung der Polizei, der Straßenverkehrsbehörde und der Straßenbaulastträger fest, welche Kreuzungen baulich verändert werden, um Unfälle künftig zu vermeiden. In diesem Jahr sind es zehn - allerdings ist noch keine dabei, die hier aufgezählt wurden. Das wird sich 2018 ändern, wenn es 20 Kreuzungen sein werden; 2019 sollen sogar 30 ausgebaut werden. Das sieht das am 28. Juni 2018 durch das Abgeordnetenhaus beschlossene Berliner Mobilitätsgesetz vor.

Gibt es einen tödlichen Unfall, wird aber möglichst sofort reagiert, sagt Tang. „Oft hilft es schon, wenn Haltelinien verändert oder Ampelregelungen zeitlich anders eingestellt werden.“

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