Verleihung in Berlin

Deutscher Schauspielpreis: Die Nacht der Gewinner

Zum siebten Mal wurde am Freitagabend der Deutsche Schauspielpreis in der Hauptstadt verliehen.

Paula Beer gewinnt den Deutschen Schauspielpreis in der begehrten Kategorie Schauspielerin in einer Hauptrolle für „Bad Banks“

Paula Beer gewinnt den Deutschen Schauspielpreis in der begehrten Kategorie Schauspielerin in einer Hauptrolle für „Bad Banks“

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Schon der französische Philosoph Emile-Auguste Chartier wusste: Die Menschen lieben gesellschaftliche Veranstaltungen so sehr, weil sie Gelegenheiten bieten, das Glück zu mimen. Eine besonders schöne Gelegenheit für diese amüsante Komödie ergab sich am Freitagabend in Berlin. Hier fand zum siebten Mal der Deutsche Schauspielpreis statt. Gastgeber der Gala im Zoo Palast an der Hardenbergstraße war der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler e.V. (BFFS).

Und es war wieder einmal das „Who’s Who“ der Schauspielbranche geladen. So standen unter anderen Veronica Ferres, Andrea Sawatzki, Lisa Martinek, Kerstin Riedel, Paula Beer, Benno Fürmann, Charly Hübner und Jonathan Berlin, der später den Nachwuchspreis mit nach Hause nehmen durfte und eine bewegende Rede gegen Rassismus hielt, auf der Gästeliste.

Bevor es aber mit der großen Gala um 18 Uhr losging, bat der Veranstalter zum exklusiven Vorempfang für die Nominierten und Laudatoren im „Hotel am Steinplatz“. Manch einer der Schauspieler griff dort sicherlich auch zum prickelnden Kaltgetränk, um die Nervösität vor der brancheninternen höchst angesehen Preisverleihung zu dämmen.

Bettina Zimmermann, Mitglied des BFFS-Vorstands, strahlend in einem zauberhaften Empire-Kleid: ,,Wir feiern heute einen Preis für Schauspieler von Schauspielern. Wunderbar.“ Einer, der besonders aufgeregt sein durfte, war Peter Simonischek. Er erhielt den Ehrenpreis des Deutschen Schauspielpreises für sein Lebenswerk. „Er kann alles, er spielt alles, und wenn er spielt, tut er das mit ansteckender Spielfreude“, so die Jury.

Überraschung des Abends: Rosalie Thomass und Paula Beer erhielten wegen Stimmgleichheit beide den Preis als beste ,,Schauspielerin in einer Hauptrolle“. ,,Das Schöne am Schauspielpreis ist, dass kompetente Schauspieler über die Leistung ihrer Kollegen entscheiden. Eine tolle Leistung des Mitinitiators Hans-Werner Meyer“, sagte Produzentin Regina Ziegler.

Meyer führte auch gemeinsam mit Kollegin Nadine Heidenreich durch den Abend. Er sprang für Daniel Zillmann ein, der erkrankt war. Bei der anschließenden After-Show-Party im „Waldorf Astoria“ an der Hardenbergstraße feierten aber nicht nur die Gewinner, sondern auch alle anderen Gäste zur Musik von DJ Lars Eidinger.

Die Preisträger

Schauspielerin in einer Hauptrolle: Rosalie Thomass und Paula Beer (Stimmgleichheit)

Schauspieler in einer Hauptrolle: Barry Atsma

Schauspielerin in einer Nebenrolle: Leonie Benesch

Schauspieler in einer Nebenrolle: Albrecht Schuch

Schauspielerin in einer komödiantischen Rolle: Lina Beckmann

Schauspieler in einer komödiantischen Rolle: Jörg Schüttauf

Lebenswerk: Peter Simonischek

Nachwuchs: Jonathan Berlin

Starker Einsatz: Barbara Rohm & Birgit Gudjonsdottir

Ehrenpreis: Michael Brandtner

Bestes Ensemble: „Gladbeck“

Inspiration Carl: Bergengruen

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