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Weltkriegsbombe

Potsdam: Tausende müssen Haus verlassen wegen Entschärfung

Am Donnerstag wird in Potsdam erneut eine Fliegerbombe entschärft. Seit 8 Uhr sind Bus- und Zugverkehr eingeschränkt.

Am Donnerstag wird in Potsdam eine Weltkriegsbombe entschärft

Foto: picture alliance/dpa

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Potsdam. Tausenden Potsdamern steht wieder einmal ein aufregender Tag bevor. Auch zahlreiche Bahnreisende müssen sich auf umfangreiche Behinderungen und längere Fahrzeiten in der brandenburgischen Landeshauptstadt einstellen. Nach dem Fund einer Fliegerbombe zu Wochenbeginn soll das gefährliche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg am heutigen Donnerstag entschärft werden.

Sperrkreis um Weltkriegsbombe steht

Rund 3000 Menschen haben am Donnerstagvormittag den Sperrkreis um eine in Potsdam entdeckte Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg verlassen. Der Sprengmeister konnte mit seiner Arbeit beginnen, wie Stadtsprecher Jan Brunzlow sagte. Etwa 215 Bewohner eines Pflegeheimes wurden - unterstützt von 300 Helfern - für die Dauer der Entschärfung in anderen Einrichtungen untergebracht. Weitere 25 ältere und gehbehinderte Menschen, die aus eigenen Kräften nicht ihre Wohnungen verlassen konnten, hatten sich im Vorfeld gemeldet

Im Sperrgebiet befinden sich unter anderem das Viertel Am Brunnen, die Staatskanzlei Brandenburg sowie mehrere Ministerien, Landesämter, zwei Pflegeheime, eine Einrichtung des betreuten Wohnens, das Humboldt-Gymnasium sowie die beiden Kindertagesstätten „Nuthewinkel“ und „Potsdam-Kids“. Wer der Aufforderung zum Verlassen der Wohnung nicht folgt, muss mit erheblichen Strafen rechnen.

Busse und Bahnen am Donnerstag eingeschränkt

Einschränkungen gibt es durch die Absperrungen auch bei Straßenbahnen und Bussen sowie im S-Bahn- und Regionalverkehr. Von den Sperrungen betroffen sind die Tramlinien 91, 92, 93, 96 und 98 ab Potsdam Hauptbahnhof in Richtung Süden sowie die Buslinien 690, X1, 601, 611, 619 und 750. Ab 8 Uhr fahren diese Linien vom Hauptbahnhof ohne Halt durch bis zum nächsten Haltepunkt außerhalb des Sperrkreises. Sobald der Sperrkreis abgesichert ist und der Sprengmeister mit der Entschärfung beginnt, wird der Verkehr auf den genannten Linien komplett unterbrochen. Die Vollsperrungen gelten bis zur offiziellen Entwarnung.

Einschränkungen gibt es auch im Regionalverkehr und bei der S-Bahn. Sowohl der Hauptbahnhof als auch der Bahnhof Babelsberg liegen außerhalb des Sperrkreises und sind frei zugänglich. Ein Teil der Gleisanlagen befindet sich jedoch im Sperrkreis, sodass während der Entschärfung zwischen Babelsberg und Potsdam Hauptbahnhof keine S- und Regionalbahnen fahren.

Letzte Entschärfung erst Anfang August

Für die Dauer der Bombenentschärfung verkehrt die S7 nur zwischen Ahrensfelde und Potsdam Babelsberg. Ein Ersatzverkehr mit Bussen kann laut S-Bahn nicht eingerichtet werden. Die Züge der Regionalexpress-Linie RE1 werden zwischen Berlin-Charlottenburg und Werder (Havel) über Golm (Zusatzhalt) umgeleitet. In Golm besteht Anschluss zu den Zügen der RB21/22. Durch die Umleitung können sich die Züge um rund zehn Minuten verspäten. Die Verkehrshalte in Wannsee, Potsdam Hauptbahnhof, Potsdam Charlottenhof und Potsdam Park Sanssouci entfallen.

Erst Anfang August war auf demselben Gelände eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der Blindgänger konnte kontrolliert gesprengt werden. Die jetzt gefundene Fliegerbombe in der Landeshauptstadt der Weltkriegssprengkörper Nummer 191 seit 1990. In dieser Statistik werden Fliegerbomben ab 100 Kilogramm Gewicht erfasst.

Weitere Informationen zur Entschärfung und zum Sperrkreis in Potsdam unter Tel. 0331 - 28 91 677 oder 28 91 642

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