Internetauftritt

Berliner Museumsinsel mit umfangreichem Auftritt im Internet

Die Staatlichen Museen zu Berlin haben für ihren Internetauftritt ihre Zusammenarbeit mit Google Arts & Cuture erweitert.

Die Internetseiten haben eine neu eingerichtete Themenseite

Die Internetseiten haben eine neu eingerichtete Themenseite

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. Rund 4000 Objekte aus mehr als 6000 Jahren Menschheitsgeschichte aus den Museen der Berliner Museumsinsel haben einen neuen Auftritt im Internet. Die Staatlichen Museen zu Berlin haben dafür ihre Zusammenarbeit mit Google Arts & Cuture erweitert. Auf einer neu eingerichteten Themenseite sowie über Apps für Android und iOS sind seit Dienstag alle fünf Häuser der Museumsinsel online präsent.

Die Zusammenarbeit mit dem Internet-Konzern begann bereits 2009. Damals habe das Bode-Museum mit Google sein erstes Projekt gestartet, sagte Amit Sood von Google Arts & Culture. Allein durch die hohe Auflösung der Exponate werden die Online-Besucher eingeladen, ganz neue Details zu entdecken. Auch neue Sammlungen etwa aus dem noch immer in Renovierung befindlichen Pergamonmuseum seien eingespielt worden, sagte Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, bei der Vorstellung in Berlin. "Das neue Projekt wird eine Zäsur darstellen."

Die Museen wollen allen Interessierten mit Hilfe von neuen Technologien einen besseren Zugang bieten, aber vor allem auch neue Zielgruppen ansprechen. "Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind, die vielleicht gar nicht wissen, dass es uns gibt", sagte Christian Haak, Stellvertretende Generaldirektorin der Staatlichen Museen zu Berlin. Neue Technologien wie Augmented Virtual Reality würden nicht nur eingesetzt, weil sie "trendy" sind, sondern einen echten Erlebniswert bieten.

So gibt es online spezielle Expeditionen für Schulen oder versteckte Geschichten hinter berühmten Werken sowie einen virtuellen Rundgang zum berühmten Ischtar-Tor aus dem Pergamonmuseum im einstigen Babylon. Virtuell erfahrbar ist die Stätte samt Prozessionsstraße sowohl aus heutiger Sicht als auch aus der Zeit von vor Tausenden von Jahren. Das Projekt haben die Museen zusammen mit der gemeinnützigen Organisation CyArk entwickelt. Im Rundblick soll sich die einstige Pracht erahnen lassen. Virtual Reality biete noch einmal völlig neue Möglichkeiten, Räumlichkeiten erfahrbar zu machen, sagte Parzinger.

Mehr zum Thema:

Chipperfield-Bau: Ein neuer Blick auf die Museumsinsel

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.