Prozess in Berlin

Kleines Mädchen acht Jahre lang missbraucht: Vater gesteht

Der 33 Jahre alte Mann aus Reinickendorf hat vor Gericht den sexuellen Missbrauch seiner eigenen Tochter gestanden.

Die Verhandlung wird am  21. September fortgesetzt

Die Verhandlung wird am  21. September fortgesetzt

Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Berlin. Acht Jahre lang wurde ein kleines Mädchen in Berlin-Reinickendorf Opfer des eigenen Vaters. Drei Monate nach seiner Verhaftung hat der 33-Jährige vor dem Landgericht gestanden. Die sexuellen Übergriffe hätten begonnen, als das Kind vier Jahre alt war, gab der damalige Sicherheitsmitarbeiter am Montag zu Prozessbeginn zu. Ob es mehr oder weniger als die 30 angeklagten Taten waren, könne er nicht sagen. Er sei bei allen Fällen alkoholisiert gewesen.

Der Vater muss sich wegen schweren sexuellen Missbrauchs und schwerer sexueller Nötigung verantworten. „Wenn sie nicht wollte, dann war ich sauer und habe sie ignoriert“, erklärte der Mann. Er habe dem Mädchen keine Gewalt angedroht. Sätze wie „wenn das jemand erfährt, hast du keinen Papa mehr“ seien aber gefallen. Bei den letzten Übergriffen habe er das Mädchen auch veranlasst, sich an das Bett fesseln zu lassen. „Wenn ich nicht so viel getrunken hätte, wäre das alles nicht passiert.“

Zu den meisten Taten sei es gekommen, wenn die Mutter den Hund ausführte. Nach jedem Missbrauch habe er dem Mädchen versprochen: „Diesmal ist es das letzte Mal.“ Er habe gemerkt, dass das Kind immer verschlossener wurde. Allerdings nehme er an, dass das Mädchen nicht seine leibliche Tochter sei.

Die Schülerin soll sich mit knapp zwölf Jahren der Mutter offenbart haben. Bis heute sei sie in psychologischer Behandlung, hieß es am Rande des Prozess. Die Verhandlung geht am 21. September weiter.

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