Besuch in Berlin

Erdogan geht nicht durchs Brandenburger Tor

Der türkische Staatspräsident wird dort keine Werbung für sich machen dürfen und auf den klassischen Gang durchs Tor verzichten müssen.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wird nicht durchs Brandenburger Tor gehen

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan wird nicht durchs Brandenburger Tor gehen

Foto: Anadolu Agency / Getty Images

Berlin.  Am Dienstag hatte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Abfuhr geholt: Er wollte am Brandenburger Tor für die Vergabe der Fußball-Europameisterschaft 2024 Werbung machen. Einen Tag später wird bekannt, dass auch der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan an diesem symbolträchtigen Ort keine Werbung für sich machen kann: er wird auf den klassischen Gang durchs Tor verzichten müssen.

Der gehört eigentlich für bedeutende Staatsmänner und -frauen zum Staatsbesuch in Deutschland wie das Händeschütteln mit der Kanzlerin. Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Berlin, unter anderem wird es ein Staatsbankett zu seinen Ehren geben. Zu diesem Zeitpunkt aber ist das Brandenburger Tor schon gesperrt für die Aufbauarbeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Nach dem Marathon am 16. September wird damit begonnen, die Bühne für das Einheitsfest zu errichten.

Außerdem soll das Tor auf eine noch nicht näher bezeichnete Weise inszeniert werden, so dass auch das ein normales Durchschreiten verhindern werde, hieß es aus der Senatskanzlei.

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