Prozess in Berlin

Frau in Gartenlaube vergewaltigt: Angeklagter schweigt

Der 25-Jährige soll sich in die Laube in Treptow geschlichen, die 47-Jährige mit einem Messer bedroht und dann vergewaltigt haben.

Eine Justitia mit verbundenen Augen ist am Eingang zum Gebäude des Kriminalgerichts Moabit in Berlin zu sehen.

Eine Justitia mit verbundenen Augen ist am Eingang zum Gebäude des Kriminalgerichts Moabit in Berlin zu sehen.

Foto: dpa

Berlin. Ein 25-Jähriger, der eine Frau in ihrer Gartenlaube in Berlin-Treptow überfallen und vergewaltigt haben soll, schweigt vor dem Landgericht. Laut Anklage soll er vor vier Monaten nachts in die Laube der 47-Jährigen eingedrungen sein. Er habe das ihm unbekannte Opfer mit einem Messer bedroht und sexuelle Handlungen erzwungen, heißt es in der zu Prozessbeginn am Montag verlesenen Anklage wegen besonders schwerer Vergewaltigung.

Der 25-Jährige soll den Ermittlungen zufolge im April 2018 in die Gartenlaube der Frau geschlichen sein. Als diese schrie, habe er der Frau eine Flüssigkeit in das Gesicht geschüttet und drohend auf ein Küchenmesser in seiner Hand gedeutet. Mehrfach soll er die Geschädigte vergewaltigt haben. Ihre Aussage im Prozess erfolgte unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der aus Marokko stammende Angeklagte war zwei Tage nach dem Überfall in der Gartenanlage im Stadtteil Treptow festgenommen worden. Er sei damals ohne festen Wohnsitz gewesen, hieß es am Rande des Prozesses. Zuvor habe der Mann in einer Flüchtlingsunterkunft gelebt. Die Verhandlung wird am 27. August fortgesetzt.