Fernbusunfall

Autobahn 19 nach Unfall mit Flixbus wieder freigegeben

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Flixbus auf dem Weg nach Berlin verunglückt. Die Polizei hat die Autobahn nun wieder freigegeben.

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Flixbus auf der A19 verunglückt – viele Verletzte

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Berlin.  Ein Fernbus Richtung Berlin ist am Freitagmorgen auf der Autobahn 19 bei Linstow (Landkreis Rostock) verunglückt. 22 Menschen wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher in Rostock sagte.

Der Bus sei aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in einen Graben geraten. Dort kippte er zur Seite. Die Autobahn war in Richtung Berlin seit etwa 6.30 Uhr komplett gesperrt. Am frühen Nachmittag gab sie die Polizei nach der Bergung des Busses wieder frei. Im Laufe des Tages soll eine Fahrspur für Reparaturarbeiten aber erneut gesperrt werden.

Eine Flixbus-Sprecherin bestätigte, dass es sich um einen Fernbus ihres Unternehmens handelt. Er sei aus Schweden gekommen und habe zwei Busfahrer an Bord gehabt. Die Buslinie führe von Schweden über Dänemark und Rostock nach Berlin. Laut Fahrplan starten diese Linienbusse um 23.40 in Kopenhagen in Dänemark.

Nach Angaben der Polizei wurden 16 Personen schwer bis mittelschwer verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Einer der Fahrgäste wurde eingeklemmt und musste von Rettern aus dem Bus herausgeschnitten werden. 47 weitere Personen kamen nach einer ersten medizinischen Betreuung vor Ort in ein DRK-Zentrum nach Güstrow, wo sie gegebenenfallls weiter behandelt werden.

Weitere Fahrzeuge waren nicht in den Unfall verwickelt. Bei dem Busfahrer, einem Tschechen, wurde noch vor Ort ein Atemalkoholtest durchgeführt. Dieser habe einen Wert von 0,0 Promille ergeben, teilte die Polizei mit. Einer der beiden Busfahrer, die sich abgewechselt hätten, sei unter den Verletzten, hieß es.

Ein Sprecher des Landkreises Rostock sagte, es seien inklusive der beiden Busfahrer 63 Menschen im Bus gewesen. Die Fahrgäste kommen aus 22 Nationen. An der Unglücksstelle waren mehrere Feuerwehren und Rettungsdienste mit etwa 60 Kräften sowie vier Hubschrauber im Einsatz. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat ein Bürgertelefon für Angehörige unter der Nummer 0395 57087 2000 eingerichtet.

ADAC: Fernbusse sind sicher

Trotz des verunglückten Flixbusses sieht der ADAC kein spezielles Sicherheitsproblem bei Fernbussen. Das Risiko, mit einem Reisebus zu verunglücken, ist 14 Mal geringer als mit dem eigenen Auto“, sagte der Sprecher des ADAC Hansa, Christian Hief, am Freitag. „Fernbusse sind sicher.“ Nach der Bahn seien sie das sicherste Verkehrsmittel.

Die Zunahme von Busunfällen in den vergangenen Jahren liegt Hief zufolge vor allem an der stark gestiegenen Zahl von Busreisen. So seien in Deutschland mittlerweile weit mehr als 20 Millionen Fahrgäste pro Jahr mit den Bussen unterwegs.