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Axel Hilpert in Berliner Justizvollzugsanstalt gestorben

Hotelier Hilpert ist in der JVA Hakenfelde gestorben. Der 70-Jährige saß wegen Betrugs und Steuerhinterziehung im offenen Vollzug ein.

Axel Hilpert (Archivbild)

Axel Hilpert (Archivbild)

Foto: Nestor Bachmann / dpa

Berlin.  Der einstige DDR-Devisenbeschaffer und zuletzt wegen Fördermittelbetrugs verurteilte Unternehmer Axel Hilpert ist tot. Der vor allem in Brandenburg aktive Ex-Hotelier starb nach Informationen des Senders RBB und der Deutschen Presse-Agentur (dpa) im offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt Berlin-Hakenfelde. Er wurde 70 Jahre alt.

Ein Sprecher der Berliner Justizverwaltung erklärte am Donnerstag, dass ein 70-jähriger Mann am Morgen tot in seinem Bett gefunden worden sei. Es werde davon ausgegangen, dass eine natürliche Todesursache vorliege. Es sei - wie in solchen Fällen üblich - eine Obduktion angeordnet worden, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Zur Identität des Toten hatte der Sprecher zunächst keine Angaben gemacht.

Zu Gefängnisstrafe wegen Betrugs verurteilt

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte Hilpert im Februar 2017 im Zusammenhang mit dem Bau des luxuriösen Hotelresorts Schwielowsee zu drei Jahren und neun Monaten Haft wegen Betrugs verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er mit einem undurchsichtigen Firmenkonstrukt die Baukosten für das Hotel in der Nähe von Potsdam künstlich in die Höhe getrieben hatte. Die Brandenburger Landesinvestitionsbank ILB sei damit um 2,6 Millionen Euro Fördergeld betrogen worden.

Eine Revision Hilperts wies der Bundesgerichtshof im April 2018 zurück. Daraufhin musste der Unternehmer am 2. Juli seine Haftstrafe antreten. Die 2005 eröffnete Hotel-Anlage am Schwielowsee, in der 2007 die G8-Finanzminister tagten, wird inzwischen von einer anderen Firma betrieben.

Zu DDR-Zeiten Chefeinkäufer für Kunst und Antiquitäten

Hilpert galt als schillernde Unternehmerfigur. Zu DDR-Zeiten war er Potsdamer Chefeinkäufer für Kunst und Antiquitäten im sogenannten Koko-Imperium des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski. 1993 räumte er in einem Untersuchungsausschuss ein, 18 Jahre lang für die Stasi gearbeitet zu haben. Nach der Wende betätigte sich Hilpert als Immobilienmakler und -entwickler. In dem Zusammenhang suchten auch Politiker und Prominente seine Nähe.

2011 wurde Hilpert in Untersuchungshaft genommen. Erst ein Jahr später kam er nach einer ersten Verurteilung im Zusammenhang mit Fördermitteln für das Hotel Schwielowsee auf Kaution auf freien Fuß. Auch damals ging er in Revision, das Verfahren mündete dann 2017 in die Verurteilung wegen Betrugs.

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