Statistik

Weniger Paare heiraten in Berlin - und mehr in Brandenburg

Während die Zahl der standesamtlichen Trauungen in Berlin sinkt, steigt sie in Brandenburg zum vierten Mal infolge.

Goldringe eines Ehepaars (Archivbild)

Goldringe eines Ehepaars (Archivbild)

Foto: dpa

Berlin. In Berlin haben im vergangenen Jahr weniger Paare standesamtlich geheiratet. Die Zahl der Eheschließungen zwischen Frauen und Männern sank um 1062 auf 12 686, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Mittwoch mitteilte. Das entspricht einem Rückgang von knapp acht Prozent. Die seit Oktober 2017 möglichen gleichgeschlechtlichen Ehen sind allerdings nicht in der Statistik berücksichtigt - für eine Erfassung fehle bisher die Rechtsgrundlage, sagte ein Sprecher. Nach früheren Auskünften aus den Berliner Bezirken gab es allein zwischen der Einführung der "Ehe für alle" und dem Jahresende 680 Eheschließungen homosexueller Paare in Berlin.

In Brandenburger Standesämtern haben im selben Zeitraum hingegen mehr Paare geheiratet. Die Zahl der Eheschließungen stieg dort um 339 auf 14 156. Damit setzt sich der Trend demnach bereits im vierten Jahr in Folge fort. Besonders gefragt war bei den Männern und Frauen ein Hochzeitstermin am 7. Juli 2017 - das besondere Datum nutzten den Angaben zufolge fast 400 Paare. Beliebteste Heiratsorte seien die Landkreise Märkisch-Oderland und Oberhavel mit je 1350 Eheschließungen gewesen.

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