Schwarze Elster

Extreme Hitze: Fluss in Brandenburg ausgetrocknet

Aufgrund der Regenarmut ist im Süden Brandenburgs die Schwarze Elster teilweise ausgetrocknet. Und es wird noch heißer.

Ein Schild mit der Aufschrift "Schwarze Elster" ist vor dem ausgetrockneten Flussbett der Schwarzen Elster zu sehen.

Ein Schild mit der Aufschrift "Schwarze Elster" ist vor dem ausgetrockneten Flussbett der Schwarzen Elster zu sehen.

Foto: dpa

Senftenberg. Brandenburg dürfte vor den bislang heißesten Tagen des Jahres stehen. Der Deutsche Wetterdienst erwartet für Dienstag und Mittwoch Spitzenwerte von bis zu 38 Grad. Erst am Donnerstag rechnen die Meteorologen mit etwas Abkühlung - und mit teils heftigen Hitzegewittern, wie der Wetterdienst am Montag mitteilte.

In manch einer Behörde wird am Dienstag weniger gearbeitet. So sollen die allgemeinen Sprechzeiten der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) am Dienstag und Donnerstag um 15.00 Uhr statt wie sonst üblich um 18.00 Uhr enden, wie die Stadt mitteilte. Auch das Finanzamt Brandenburg an der Havel soll am Dienstag um 15.00 statt 18.00 Uhr schließen, wie das Finanzministerium mitteilte.

Keine vorzeitige Ruhe gönnen sich dagegen die Feuerwehren - denn die Waldbrandgefahr ist weiter hoch. Zwar galt am Montag in den meisten Teilen des Landes nur eine mittlere Waldbrandgefahr - doch anhaltende Hitze und großflächige Trockenheit lassen die Gefahr von Wald- und Feldbränden nach Einschätzung der Meteorologen wieder steigen.

Unterdessen ist wegen der Regenarmut und des heißen Wetters die Schwarze Elster im Süden Brandenburgs stellenweise ausgetrocknet. "Es gibt Stellen, da ist nichts mehr", sagte der Pressesprecher der Stadt Senftenberg, Andreas Groebe. An anderen Stellen sei dagegen noch viel Wasser zu sehen. Dies hänge vermutlich mit den unterschiedlichen Tiefen zusammen.

An manchen Stellen ist nichts mehr

So zeigte etwa der Pegel im nahe gelegenen Lauchhammer am Montagvormittag weiter 55 Zentimeter Wasserstand und einen Durchfluss von rund fünf Kubikmetern Wasser in der Sekunde an. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung über das ausgetrocknete Flussbett der Schwarzen Elster nahe Senftenberg, der Kreisstadt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz, berichtet.

Nach Angaben des Gewässerverbandes Kleine Elster-Pulsnitz können im Fall von Hochwasser überschüssige Mengen in den Senftenberger See geleitet werden. Bei Niedrigwasser kann dann wiederum Wasser aus dem See der Schwarzen Elster zugeführt werden. Der Übergang vom See zum Fluss liege allerdings unterhalb der Stadt Senftenberg, sagte Verbandsgeschäftsführer Marcel Ludewig.

Auch an Oder und Elbe herrscht bereits seit Wochen Wassermangel - und die Schifffahrt ist eingestellt. Weniger betroffen sind dagegen die Spree und auch die stark regulierte Havel bei Potsdam, deren Wasserstand praktisch unverändert ist.

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