Bundesweite Analyse

Mieten für Studenten-WGs in Berlin steigen rasant

Studenten müssen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für das Wohnen aufwenden - auch in Berlin.

Studenten vor einem schwarzen Brett auf Wohnungssuche (Archivbild)

Studenten vor einem schwarzen Brett auf Wohnungssuche (Archivbild)

Foto: Angelika Warmuth / dpa

Berlin. Studenten müssen einen immer größeren Teil ihres Einkommens für das Wohnen aufwenden. Zu diesem Ergebnis kommt das Maklerunternehmen Homeday in einer bundesweiten Analyse. Homeday untersuchte die Mietpreise für Studenten-WGs in 75 Hochschulstädten. Ergebnis: Die Mieten kletterten in den vergangenen drei Jahren um durchschnittlich zwölf Prozent. In Berlin, München, Stuttgart und Passau sogar um mehr als 20 Prozent. Für den Städtevergleich wurden die Kaltmieten für eine Studenten-WG mit 80 Quadratmeter Wohnfläche gegenübergestellt. Grundlage waren die aktuellen Daten aus dem Preisatlas des Unternehmens, der sich vor allem aus konkreten Angebotsdaten speist.

In Berlin liege die Kaltmiete für eine solche Studentenwohnung demnach bei 840 bis 860 Euro und damit auf einer ähnlichen Höhe wie in Köln und Düsseldorf. Schwacher Trost: Andere Städte sind noch teurer, etwa Stuttgart, Frankfurt am Main, Konstanz, Freiburg, Hamburg, Tübingen und Heidelberg. Dort werden für 80 Quadratmeter Mieten zwischen 870 Euro und 1080 Euro fällig. Das teuerste Pflaster für Studenten bleibt aber München. In der bayerischen Landeshauptstadt haben die Preise im Vergleich zu anderen Hochschulstandorten mit 23 Prozent binnen drei Jahren am stärksten zugelegt. Dort verlangen Vermieter heute durchschnittlich 1410 Euro Kaltmiete. Die Preisentwicklung betreffe vor allem Studienanfänger, sagt Homeday-Geschäftsführer Steffen Wicker.

Zu ähnlichen Ergebnissen kam kürzlich das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Studie. Die IW-Experten ermittelten den rasantesten Anstieg in Berlin. Hier sei eine Studentenbleibe mit rund zehn Euro kalt pro Quadratmeter mittlerweile um mehr als die Hälfte teurer ist als 2010.