Erzbistum

Katholische Kirche in Berlin wächst trotz 5800 Austritten

Die Zahl der Kirchenaustritte bei den großen christlichen Konfessionen ist nach wie vor hoch. Trotzdem steigt die Zahl der Katholiken.

Berlins Erzbischof Heiner Koch

Berlins Erzbischof Heiner Koch

Foto: Paul Zinken / dpa

Berlin. In Berlin sind 2017 mehr Katholiken und Protestanten aus ihren Kirchen ausgetreten. So kehrten im vergangenem Jahr 5800 Berliner der katholischen Kirche den Rücken, wie das Erzbistum am Freitag mitteilte. Das waren 600 mehr als im Jahr zuvor.

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) teilte mit, dass rund 9400 Mitglieder ausgtraten - etwa 600 mehr als 2016.

Den Austritten zum Trotz ist die katholische Kirche in Berlin von rund 330.000 auf 340.000 Mitglieder gewachsen. Auch die Zahl der Taufen im Erzbistum Berlin stieg 2017 im Vergleich zum Vorjahr von 2123 auf 2212. Bei der Zahl der Kircheneintritte sowie der Trauungen war ebenfalls ein leichtes Plus zu verzeichnen. Anders sieht es bei der evangelischen Kirche aus. Dort sank die Zahl von 585.000 auf 576.000 Mitglieder.

Bundesweit verloren die großen christlichen Kirchen ebenfalls weiter Mitglieder, wobei der Schwund in der evangelischen Kirche deutlicher ausfällt als in der katholischen. Er summiert bei beiden Kirchen auf 660.000. 2016 waren es insgesamt rund 530.000 verlorene Mitglieder. Dennoch gehört noch mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Bevölkerung einer der beiden großen Kirche an. Hinzu kommen Christen aus orthodoxen oder Freikirchen. 23,3 Millionen Menschen gehörten Ende 2017 der katholischen Kirche an,die Zahl der Mitglieder in der evangelischen Kirche liegt bei 21,5 Millionen.

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