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Parkreinigung

BSR reinigt 34 weitere Parks - Das sind die Ergebnisse

Seit 1. Juni reinigt die BSR 34 weitere Parks, Grünflächen, Spielplätze und zwei Forstgebiete. Zeit für eine erste Zwischenbilanz.

BSR-Aufsichtsratsvorsitzende und Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und BSR-Vorstand Tanja Wielgoß (Mitte) sprechen mit BSR Mitarbeiterin Ramona Burghardt (rechts) im Monbijoupark

Foto: Arne Immanuel Bänsch / dpa

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Berlin. Montagvormittag, kurz vor 11 Uhr: Berlins Schüler dürfen bei bestem Wetter die zweite Ferienwoche genießen. Auf dem Spielplatz in der Katzlerstraße in Schöneberg bauen drei Jungs an der Wasserpumpe einen Staudamm aus Matsch. Unter ihren Füßen liegt der Sand ordentlich gehakt. Das Personal der Berliner Stadtreinigung (BSR) hat Spuren hinterlassen – nicht nur im Sandkasten. Auf der gesamten Spielplatzfläche ist es nahezu stubenrein.

Keine Zigarettenstummel, keine Scherben, kein Schnipsel Plastik. Vor wenigen Wochen sah es hier noch anders aus: überquellende Mülleimer, Wildwuchs, zerbrochene Glasflaschen. „Mit vier Leuten haben wir zweieinhalb Tage lang gewerkelt, um überhaupt erst einmal Grund in die Fläche zu bekommen“, sagt Lothar Vandreike. Er ist Mitarbeiter der BSR und als Teamleiter für Schöneberg zuständig für die Sauberkeit auf dem Spielplatz an der Katzlerstraße.

Zusätzlich 1250 Kubikmeter Müll seit Juni beseitigt

Seit sieben Wochen fahren Vandreike und sein Team jeden Morgen um sechs Uhr auf ihrer Route auch den Katzler-Spielplatz ab, sammeln Abfall auf, leeren die Mülleimer, beseitigen Wildwuchs und Laub. Seit zwei Jahren sind die Mitarbeiter der BSR dafür zuständig, auch ausgewählte städtische Parks und Spielplätze sauber zu halten. Dieses Pilotprojekt umfasste ursprünglich zwölf Parks und das Forstgebiet Teufelssee in Köpenick. Am 1. Juni wurde das Projekt auf weitere 34 Flächen ausgedehnt – auch auf den Spielplatz an der Katzler­straße. Wie die BSR mitteilte, wurden seitdem bereits 1250 Kubikmeter Müll auf den neuen Flächen gesammelt.

Am Montag besuchten Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) und BSR-Chefin Tanja Wielgoß den Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg, den Monbijoupark in Mitte und den Spielplatz Katzlerstraße, um sich ein Bild davon zu machen, wie sich die Lage seit Beginn der zweiten Pilotphase verändert hat. „Unser Leben hat sich stärker nach draußen verlagert – zu oft hinterlässt das leider unschöne Spuren“, sagte Wirtschaftssenatorin Pop.

Gerade in diesem Jahr stelle die Witterung für die BSR eine Herausforderung dar: „Das schöne Wetter im Frühjahr und Frühsommer hat extrem viele Menschen in die Parks gelockt“, erklärte BSR-Chefin Wielgoß. Den Reinigungstrupps verlange das enorme Flexibilität ab.

Kosten der Reinigung betragen 9,8 Millionen Euro

300 Hektar Fläche, die zusätzlich gereinigt werden müssen, sind durch die Ausweitung des Pilotprojekts für die Berliner Stadtreinigungsbetriebe hinzugekommen. Alle zwölf Bezirke sind bedacht worden. 9,8 Millionen Euro will der Senat in diesem und dem kommenden Jahr in das Reinigungsprojekt investieren. Die BSR hat ihr Personal dafür um 100 neue Mitarbeiter aufgestockt.

Die Flächen, um die das Projekt nun erweitert wurde, sind entweder besonders natur- oder wohnungsnah, wie etwa die Hönower Weiherkette oder der Kollwitzplatz, besonders touristisch, wie etwa der Monbijoupark, oder übergeordnet, wie der Park am Lietzensee. Außerdem werden nun auch sogenannte solitäre Spielplätze, also solche, die nicht innerhalb eines Parks liegen, sondern eigene Flächen sind, gereinigt.

„Die zusätzlichen Flächen werden in die bestehende Infrastruktur eingebunden“, sagte Wielgoß. Vor Ort würden die Mitarbeiter dann jeweils entscheiden, ob nur Müll aufgesammelt werden muss oder man auch harken oder gar umgraben muss. Durch Großveranstaltungen, den Trend zu To-go-Produkten und intensives Grillen seien die Flächen nach Angaben der BSR auf immer anspruchsvollere Reinigung angewiesen.

Parkbewertungen deutlich verbessert

Besonders wichtig sei der BSR zudem, sogenannte illegale Ablagerungen wie Drogenbesteck sicher zu beseitigen. „Gerade an Spielplätzen hat das oberste Priorität“, sagt Lothar Vandreike. Er und sein Team versuchen dabei zunächst herauszufinden, in welchen Ecken bevorzugt konsumiert wird, und entfernen Spritzen und Ähnliches dann in speziellen Behältern.

Die BSR begleitet das Pilotprojekt auch mit Umfragen. Die Zufriedenheitswerte in den Parks der ersten Pilotphase lagen 2017 demnach stabil bei 80 bis 90 Prozent. Die Befragung zum zweiten Pilotprojekt zeigt ebenfalls einen positiven Trend: Die Zufriedenheit mit der Sauberkeit ist demnach in Parks von 48 auf 82 Prozent gestiegen, bei den Spielplätzen von 41 auf 75 Prozent und bei den wohnungsnahen Flächen von 43 auf 77 Prozent.

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