WM-Finale in Berlin

Berliner Fanmeile zum Finale voll, Autokorsos nach Spielende

Das letzte Spiel der Fußball-WM in Russland zieht Zehntausende Menschen auf die Fanmeile am Brandenburger Tor.

Berlin. Zum Endspiel der Fußballweltmeisterschaft in Russland hat es am Sonntag auf der Berliner Fanmeile am Brandenburger Tor noch einmal einen großen Andrang gegeben. Nach Angaben der Veranstalter waren Zehntausende Berliner und Touristen beim Public Viewing des Finales, das Frankreich gegen Kroatien mit 4:2 gewann. Vor allem kroatische Fans kamen in Fankleidung und mit Bemalung. Schon während der ersten Halbzeit mussten den Angaben zufolge die Eingänge wegen Überfüllung geschlossen werden.

Die Polizei meldete kurz nach Ende des Finales keine besonderen Vorkommnisse in der Stadt. Es sei ruhig, hieß es. Ein ähnliches Bild rund um das Brandenburger Tor: Sicherheitskräfte und Sanitäter hätten während des Spiels auf der Fanmeile nur wenige Einsätze gehabt, erklärte die Veranstalter und ergänzten: „Eine Bilanz, die für alle gezeigten Spiele der WM auf der Fanmeile gezogen werden kann.“

Fußball-Fans konnten in den vergangenen Wochen die Spiele auf mehreren Großleinwänden verfolgen. „Das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft ist auch an der größten Fanmeile nicht spurlos vorübergegangen“, hieß es in der Mitteilung vom Sonntagabend. So sei nach der Vorrunde die Fläche verkleinert worden. Sie habe kurz vor der Yitzhak–Rabin-Straße geendet.

Spieltage ohne deutsche Beteiligung seien aber vornherein vorgesehen – „beim Erreichen des Finales wären es 6 von 13 mit Deutschland gewesen, so nur drei“. Dies habe „natürlich auch zu wirtschaftlichen Einbußen bei allen Beteiligten“ geführt, hieß es ohne nähere Angaben. Die Veranstalter hatten kürzlich erklärt: „Es war natürlich nicht optimal, dass Deutschland ausgeschieden ist.“ An den Tagen der Halbfinal-Spiele seien genug internationale Besucher gekommen.

Der Abbau der Bühnen und Buden soll nach dem Endspiel beginnen. In der Hauptstadt gab es laut Polizei mehrere Autokorsos - unter anderem in Neukölln und rund um den Breitscheidplatz in Charlottenburg.

In der Hauptstadt wohnen rund 12 500 Kroaten. Nach dem WM-Sieg gegen Russland im Viertelfinale waren in Charlottenburg etwa Tausend Fans am Breitscheidplatz und Kurfürstendamm zusammengekommen. Ihr Land stand nun zum ersten Mal in der Fußballgeschichte in einem WM-Finale.

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