Parade in Berlin

Alle Fragen und Antworten zum Christopher Street Day 2018

Am 28. Juli wird zwischen Kudamm und Brandenburger Tor zum 40. Mal der Christopher Street Day in Berlin gefeiert. Alle Fragen und Antworten zum CSD Berlin 2018

Am 28. Juli findet in Berlin der 40. Christopher Street Day statt

Am 28. Juli findet in Berlin der 40. Christopher Street Day statt

Foto: Rundfunk Berlin-Brandenburg

Am Sonnabend (28. Juli) fährt die CSD-Parade wieder durch die Stadt. Der 40. Christopher Street Day steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Mein Körper – meine Identität – mein Leben!“. Rund eine Million Menschen werden erwartet und bei der bei der CSD Parade in Berlin für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgendern, Inter- und Bisexuellen auf die Straße gehen.

Hunderttausende feiern CSD-Parade in Köln

Der CSD ist der Höhepunkt der Pride Weeks vom 2. bis zum 24. Juli, in denen mit Festen, Regenbogenflaggen und Aktionen auf die LGBT-Community aufmerksam gemacht wird. Eine Woche vor der CSD Parade findet in diesem Jahr das Lesbisch-Schwule Stadtfest rund um den Nollendorfplatz statt.

Alle Infos zum Lesbisch-Schwulen Stadtfest in Berlin

Warum wird der Christopher Street Day gefeiert ?

Die Abkürzung „CSD“ steht für Christopher Street Day, der weltweit unter diesem Namen an die Vorfälle rund um den 28. Juni 1969 erinnert. Damals kam es in der Bar „Stonewall Inn“ an der New Yorker Christopher Street zu einer Polizeirazzia. Im Anschluss an die Razzia demonstrierten Schwule, Lesben, Transgender und Drag Queens gegen Polizeiwillkür. Im Folgejahr fanden in New York und anderen US-amerikanischen Städten die ersten Protestdemos in Gedenken an die Unruhen statt. Der erste "Christopher Street Day" in Berlin fand im Juni 1979 statt - "Gay Pride" war das Motto, unter dem in West-Berlin 450 Demonstranten auf die Straße gingen.

Wann und wo geht es am Sonnabend los?

Die Eröffnungszeremonie findet am Sonnabend (28. Juli) um 12 Uhr am Kurfürstendamm, Ecke Joachimsthaler Straße statt. Eine halbe Stunde später startet der traditionelle Zug – über die Augsburger und Nürnbeger Straße, den Wittenberg-, Nollendorf- und Lützowplatz, an der Siegessäule vorbei zum Brandenburger Tor, wo gegen 14 Uhr im Pride Village das Programm auf der Hauptbühne startet. Ab 18 Uhr folgt eine Party bis Mitternacht und auch in der Stadt gibt es zahlreiche Clubs und Partys, die sich dem CSD widmen.

Das ist die Route des CSD 2018

Worauf müssen sich Verkehrsteilnehmer einstellen?

Entlang der Strecke kommt es am Sonnabend zu umfangreichen Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. Empfohlen wird, in der westlichen Innenstadt auf S- und U-Bahn auszuweichen, da viele Buslinien wegen des Umzugs umgeleitet, verkürzt oder unterbrochen sein werden. Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der BVG unter www.bvg.de.

Worum geht es beim CSD eigentlich?

Der CSD feiert die Vielfalt. Die Parade ist jedes Jahr ein Höhepunkt der Forderungen nach Akzeptanz und Toleranz gegenüber schwulen, lesbischen, queeren und transidenten Menschen. Die Demonstration steht im Jubiläumsjahr unter dem Motto: „Mein Körper – meine Identität – mein Leben!“. Von der Forderung nach sexueller Selbstbestimmung in der Frauenbewegung bis zur klaren Positionierung für die Rechte von Trans- und Intersexuellen und dem Wunsch nach Freiheit für individuelle Beziehungs- und Familienmodelle soll es alle Forderungen des diesjährigen CSD widerspiegeln. "Es ist das perfekte Motto für den 40. CSD, da es gleichzeitig eine Würdigung der vielfältigen Kämpfe in den vergangenen Jahrzehnten beinhaltet und dabei einen festen, selbstbewussten Blick in die Zukunft richtet," so das CSD Forum zum Motto 2018.

Hier finden Sie alle 11 Forderungen des CSD Berlin 2018.

Wird der CSD barrierefrei sein?

Auf dem CSD gibt es in diesem Jahr wieder ein Podest für Rollstuhlfahrer an der Hauptbühne, jedoch nicht direkt an der Strecke. Das Geschehen auf der Hauptbühne wird durch Gebärdendolmetscher simultan übersetzt.

Was für ein Programm wird auf der Bühne geboten?

Für das Finale vor dem Brandenburger Tor ist wie im Vorjahr ein abwechslungsreiches Programm geplant. Die Veranstalter haben aber bislang keine Einzelheiten zum Bühnenprogramm 2018 bekannt gegeben. Der aktuelle Stand hierzu und Neuigkeiten finden sich auf der Internetseite des CSD-Berlin. Im letzten Jahr gab es neben den Redebeiträgen und der Verleihung der „Soul of Stonewall Awards“ Musikauftritte von Bands und Künstlern wie Maite Kelly, Squeezebox, London Gay Big Band, Conchita Wurst, sowie DJ Hell und Boys Noize.

Das sind die schönsten Bilder vom CSD 2017 in Berlin