Berlin

Finanzbehörde warnt Berliner vor neuer Betrugsmasche

Die Senatsverwaltung für Finanzen warnt vor einer neuen Betrugsmasche. Konkret geht es um Fälle, in denen sich Anrufer als Beschäftigte des Finanzamts Neukölln ausgeben. Diese berichten dann von Lotteriegewinnen im Ausland, für deren Auszahlungen zunächst Gebühren und Steuern an das Finanzamt entrichtet werden müssten.

„Hierfür wird telefonisch eine Kontoverbindung mitgeteilt oder die Bitte ausgesprochen, das Geld per Western Union ins Ausland zu überweisen“, heißt es in dem Warnhinweis der Behörde weiter. „Sollten die Betroffenen den geforderten Betrag nicht zahlen können, würden auch Ratenzahlungen akzeptiert.“

Das Perfide an der Masche ist laut Senatsverwaltung außerdem: Wer am Telefon als Angerufener berechtigtes Misstrauen äußert, wird von weiteren Personen telefonisch kontaktiert, die sich als Beschäftigte der Justizverwaltung ausgeben. „Diese Anrufe sollen den Wahrheitsgehalt der Aussage des Finanzamts unterstreichen und Betroffene unter Druck setzen und einschüchtern“, heißt es. Die Senatsverwaltung weist daher darauf hin, dass die Berliner Finanzämter „grundsätzlich keinen telefonischen Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern aufnehmen, um diese aufzufordern, Gebühren und Steuern für einen ausländischen Lotteriegewinn zu überweisen oder diese per Western Union zu transferieren“. Ebenfalls würde ein Finanzamt nicht die Auszahlung eines Lotteriegewinns in Aussicht stellen.

Betroffene schützten sich vor diesen Betrugsversuchen, indem sie grundsätzlich nicht über persönliche oder finanzielle Verhältnisse am Telefon sprechen oder das Telefonat unverzüglich beendeten. Auch die Nutzung ausländischer Bankverbindungen könne in solchen Fällen ein Hinweis auf betrügerische Absichten sein. Verdächtige Anrufe sollten der Polizei gemeldet werden.