Berlin

Rosinenbomber sollen in Tempelhof starten und landen

Wenn die Berliner Luftbrücke im kommenden Jahr ihr 70. Jubiläum feiert, könnten vom Tempelhofer Flugfeld vielleicht wieder die Rosinenbomber abheben. Ein Verein möchte das Luftbrücken-Jubiläum im kommenden Jahr gebührend feiern. Rund 40 Flugzeuge, alles ehemalige Rosinenbomber, sollen anlässlich des Endes der Berlin-Blockade 1949 noch einmal über die Stadt fliegen.

Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als würde das Jubiläum nichts mit dem stillgelegten Flughafen Tempelhof zu tun haben. Eine Antwort von Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner (Grüne) auf eine parlamentarische Anfrage des AfD-Abgeordneten Hans-Christian Hansel gibt aber Anlass zur Hoffnung: Wenn eine „Erlaubnis zu Außenstart und Außenlandung“ vorliege, antwortete Kirchner, könnten Flugzeuge aus Tempelhof grundsätzlich starten. Die Genehmigung sei abhängig „von den Umständen des Einzelfalls“. Der Behörde liege aber kein derartiger Antrag vor.

„Es wäre ein Traum, in Tempelhof landen zu dürfen, um so die Botschaft dieser größten humanitären Hilfsaktion noch einmal in die Welt zu tragen. Aber daran arbeiten wir noch. Dazu brauchen wir ein Okay des Berliner Senats und der Deutschen Flugsicherung“, sagte Peter Braun, einer der Organisatoren.