Durchfahren bei Ringbahn

Leser-Kommentare: "S-Bahn will uns das Fitnessstudio sparen"

Die S-Bahn-Pläne, verspätete Ringbahn-Züge teils durchfahren zu lassen, stößt bei Morgenpost-Lesern auf Ablehnung.

Der Plan der Berliner S-Bahn, die Züge der Ringbahn bei Verspätungen künftig durchfahren und einzelne Bahnhöfe ausfallen zu lassen, sorgt bei den Lesern der Berliner Morgenpost auf Facebook mehrheitlich für Kritik.

Julia H. kommentiert: "Cool, wenn man dann am Hohenzollerndamm wartet und der nächste Zug durchfährt, rennt man einfach schnell zum nächsten Bahnhof. Die Bahn meint es nur gut und möchte uns das Fitnessstudio sparen - aber mal kurz ernst, könnte man in solchen Fällen nicht die Bahn wie einen Skilift laufen lassen?"

Yvonne M. meint: "Frage mich, wie das Zurückfahren einer Station mit dem Einzelticket funktioniert. Laut Beförderungsbedingungen gilt das Einzelticket nur für Fahrten in eine Richtung. Auf die Diskussion mit dem Kontrolleur bin ich mal gespannt."

Kerstin M. schreibt: "Wie wäre: 'Haltewunsch durch Druckknopf anzeigen', so wie im Bus .. *ironisch guck* ... Nur die Sache mit dem Warten auf die Bahn ist doof ... ah ... das Mitfahrenwollen wird dann durch den Anhalterdaumen angezeigt .... man ich hab ideen ... ;)"

Andrea K. postet: "Dann abspringen ,wenn man aussteigen muss."

Rene P. findet: "Durchfahren, warten... zurückfahren und ggf. wieder durchfahren. Man kann sich dann nie sicher sein, wirklich schnell ans Ziel zu kommen. Oder wird nun ausgelost,wann gehalten wird oder auch nicht, Roulette? Blöde Ideen sind ja öfter an der Tagesordnung als dem wirklichen Problem auf den Grund zu gehen und Lösungen zu finden, die für alle akzeptabel isind. Wie wäre es mit neuen S-Bahnwagen, besseres Managment..?"

Ihianga P. kündigt schon mal ironisch an: "Liebe Kolleginnen...Streicht mich aus dem Dienstplan, ich brauche Gleitzeit."

Toni C. schlägt vor: "Wie wäre es einfach mal, neue funktionierende Züge anzuschaffen? Die meisten sind doch nach 40 Jahren so abgeranzt und dauerstöranfällig. Am besten stilllegen, dann läuft's wieder pünktlich. Komische Logik."

"Wem nützt das?", fragt Claudia F. Jan B. antwortet: "So ziemlich allen Fahrgästen. Heute ist es doch so, dass wenn eine S-Bahn Verspätung hat, sich dies in dem sehr engen Takt aufhäuft und dann irgendwann alle S-Bahnen in dieser Richtung Verspätung haben. Wenn Bahnhöfe ausgelassen werden, kann die Verspätung wieder minimiert werden und wirkt sich nicht auf die Folgezüge aus. Und da dies an den Bahnhöfen angesagt wird, können die Leute, die an den Bahnhöfen aussteigen wollen, die nicht angefahren werden, einfach in den nächsten einsteigen. Das ist zwar ärgerlich für sie, weil sie dann 5-10 Minuten auf die nächste Bahn warten müssen. Aber die Alternative ist, dass alle warten müssen - weil sich alle Züge verspäten. Ich finde den Vorschlag sehr gut."

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