Berlin

Polizei nimmt bei Einsatz Schüler im Berlin-Kolleg fest

Am Berlin-Kolleg in Moabit ist am Donnerstag ein 33 Jahre alter Schüler festgenommen worden. Laut Polizei soll er damit gedroht haben, Mitschüler der Schule für Erwachsenenbildung an der Turmstraße zu verletzen. Gegen 9 Uhr sei er in der Nähe des Bildungsinstituts in Gewahrsam genommen worden. Beamte durchsuchten wenig später auf richterliche Anordnung seine Wohnung.

„Das schnelle Eingreifen heute Morgen verdanken wir dem Hinweis einer aufmerksamen Zeugin“, hieß es bei Twitter. Die Schulräume seien nicht durchsucht worden – der Schulbetrieb lief während des Einsatzes weiter, der gegen 13 Uhr beendet wurde. Nachdem der Mann auf eine Gefangenensammelstelle gebracht worden war, sollte er am frühen Nachmittag vernommen werden. Wie und warum der 33-Jährige seinen Mitschülern drohte, werde noch untersucht. Unklar ist auch, ob er zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war. „Es gibt bisher keine Hinweise, dass er schuldunfähig ist“, so die Polizei.

Während die Sicherheitskräfte vor dem Schulgebäude patrouillierten, mutmaßten die Schüler, wer den Einsatz ausgelöst haben könnte. Ferhat (26), der meinte, den Betreffenden zu kennen, sagte: „Ich glaube nicht, dass er so etwas tun würde. Nach der Trennung von seiner Freundin macht er nur gerade eine schwere Zeit durch“. Die Drohung soll er per Textnachricht verschickt haben. Mehrere Schüler berichteten, es habe am Mittwoch nach Unterrichtsschluss bereits eine Schlägerei gegeben. Dabei soll der 33-Jährige mit einem Freund aneinandergeraten sein.

Der Mann, der mehreren Schülern zufolge für die Drohung verantwortlich ist, wird ansonsten als ruhig und unauffällig beschrieben. Die Polizei wollte nicht bestätigen, dass es sich bei ihm um den Tatverdächtigen handelt. Eine Mordkommission ermittelt.