Aus Koma erwacht

Schüsse im Berliner Dom: Randalierer kommt in Psychiatrie

Der 53-Jährige, der im Berliner Dom randaliert und Polizisten mit einem Messer bedroht hatte, kommt in die Psychiatrie.

Einsatzkräfte am Berliner Dom

Einsatzkräfte am Berliner Dom

Foto: Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Berlin. Am 3. Juni hatte der Österreicher Roman M. im Berliner Dom randaliert. Selbst als Polizisten Pfefferspray gegen den Mann einsetzten, verhielt sich der 53-Jährige weiterhin aggressiv. Einer der Beamten schoss daraufhin auf den Mann und verletzte dabei auch einen Kollegen.

Am Donnerstag wurde nun bekannt, dass der durch die Schüsse an den Beinen verletzte Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht wird. Das bestätigte Martin Steltner, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, der Berliner Morgenpost. Roman M. war nach den Schüssen notoperiert worden und musste in ein künstliches Koma versetzt werden, aus dem er inzwischen erwacht ist. Der Unterbringungsbeschluss soll dem 53-Jährigen nun verkündet werden. Er war bisher nicht vernehmungsfähig.

Nach dem Fall war eine Diskussion um Schüsse in Notwehrsituationen entbrannt. Die Berliner Polizei testet seit Februar 2017 den Einsatz von Elektroimpuls-Waffen (Taser). Der Test war noch unter dem CDU-Innensenator Frank Henkel angeschoben worden. Der Versuch läuft allerdings nur in Teilen von Kreuzberg und Mitte. 20 Polizisten sind mit den Geräten ausgerüstet, die beiden im Dom gehörten nicht dazu. Mit Tasern können Angreifer außer Gefecht gesetzt werden, ohne sie ernsthaft zu verletzen oder zu töten.

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