Berlin

Erfolgreiche Suche: Vermisster Laurin ist wohlauf

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Foto: Privat

Fast zwei Wochen war der 16-Jährige verschwunden. Seine Eltern bestätigten nun, dass er sich bei ihnen gemeldet hat.

Berlin. Die Fotos von Laurin hängen in ganz Berlin an Hauswänden und Laternenpfählen. Seit fast zwei Wochen hatten die Eltern ihren 16 Jahre alten Sohn vermisst. Nun ist klar: Laurin ist wohlauf. "Er hat sich bei seinen Eltern gemeldet", sagte ein Polizeisprecher der Berliner Morgenpost am Montagnachmittag.

Seine Mutter bestätigte kurz darauf in einer kurzen SMS, dass Laurin sich gemeldet habe und seit heute endlich wieder zu Hause sei. Sie bedankte sich außerdem für die Unterstützung bei der Suche.

Eltern suchten im Internet und mit Plakaten

Zuvor hatten die Eltern mit allen Mitteln nach ihrem Sohn gesucht. Sie hatten ihn am 12. Juni als vermisst gemeldet. Vom Alexanderplatz aus wollte er den Regionalexpress nach Potsdam nehmen, wo er einen Praktikumstag mit seiner Schulklasse hatte. Doch dort war Laurin nie angekommen.

Seither suchen die Eltern durch die Plakate, die sie in der ganzen Stadt aufhängten, und im Internet nach ihrem Sohn. Sogar eine eigene Internetseite hatten sie erstellt, um ihren Sohn zu finden. Diese ist mittlerweile wieder offline.

Auch bei der Polizei hatten sie eine Vermisstenanzeige gestellt. Laut einem Sprecher ging die Polizei aber die ganze Zeit nicht von einem Verbrechen aus. "Wir gehen davon aus, dass Laurin aktuell nicht gefunden werden möchte", sagte ein Sprecher damals dieser Zeitung. Es gäbe keine Indizien, dass ihm etwas zugestoßen sei.

Die meisten vermissten Kinder tauchen wieder auf

Erst am Wochenende hatte die Bundespolizei bei ihren großangelegten Kontrollen in der Berliner S-Bahn fünf vermisste Kinder entdeckt. Mehr als 8000 Kinder wurden nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) 2017 als vermisst registriert. Die meisten tauchten wohlbehalten wieder auf.

95,8 Prozent der Vermistenfälle konnten laut BKA geklärt werden. Meist handele es sich dabei um Ausreißer, die wegen Problemen im Elternhaus oder in der Schule weggelaufen seien. Auch ein illegaler Kindesentzug eines der Elternteile könne ein Grund sein.

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( jub )