Abgeordnetenhaus

125 Millionen Euro für Berliner Anti-Terror-Zentrum

Das Abgeordnetenhaus hat am Mittwoch 125 Millionen Euro für das neue Anti-Terror-Zentrum der Berliner Polizei bewilligt.

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hat am Mittwoch (Archiv)

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hat am Mittwoch (Archiv)

Foto: imago stock / imago/Olaf Wagner

Berlin konzentriert seine Kräfte im Kampf gegen den Terrorismus. Spezialeinsatzkräfte der Polizei sowie Staatsschützer des Landeskriminalamtes arbeiten künftig in einem neuen Anti-Terror- Zentrum unter einem Dach zusammen. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses gab dafür am Mittwoch 125 Millionen Euro frei.

Mit dem Geld soll ein denkmalgeschütztes Gebäude an der Ringbahnstraße in Tempelhof saniert und für zunächst 15 Jahre angemietet werden. Bis zu 1200 Beamte sollen dort ab 2020 arbeiten, darunter das Spezialeinsatzkommando (SEK) und die Mobilen Einsatzkommandos (MEK) der Polizei, die komplette Staatsschutz-Abteilung sowie Personenschützer und -fahnder.

Anti-Terror-Zentrum soll Platzproblem beheben

„Die zentrale Unterbringung bringt enorme Vorteile insbesondere für die Verfolgung terroristischer Gefährder und anderer extremistischer Gewalttäter“, sagte der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Frank Zimmermann, der Deutschen Presse-Agentur. Zudem biete der neue Standort mehr Platz und bessere Arbeitsbedingungen für die Beamten.

Ähnlich äußerte sich die Sprecherin für Verwaltung der SPD-Fraktion, Franziska Becker. „Wir müssen in die Stadt investieren. Dazu gehört aus meiner Sicht, Behörden und öffentliche Einrichtungen technisch und personell deutlich besser auszustatten.“

Nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche am 19. Dezember 2016 war die Mitarbeiterzahl nicht zuletzt beim Staatsschutz massiv aufgestockt worden. Daher gibt es in den bestehenden Räumlichkeiten ein Platzproblem.

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