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Streik verlängert: Studenten wollen mehr Geld für Jobs

Hunderte Studenten haben heute für eine bessere Bezahlung ihrer Hochschuljobs demonstriert. Sie fordern eine deutliche Erhöhung der Stundenlöhne.

Im Rahmen eines zweiwöchigen Streiks demonstrieren Studenten am 13.06.2018 in Berlin für einen neuen Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte

Im Rahmen eines zweiwöchigen Streiks demonstrieren Studenten am 13.06.2018 in Berlin für einen neuen Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte

Foto: RubyImages/F. Boillot

Berlin. In Berlin haben am Mittwoch Hunderte Studenten für eine bessere Bezahlung ihrer Hochschuljobs demonstriert. Sie fordern eine deutliche Erhöhung der Stundenlöhne sowie in Zukunft eine Koppelung ihrer Gehälter an die Lohnentwicklung der anderen Hochschulbeschäftigten. Der Protestzug führte vom Hohenzollernplatz zur Technischen Universität am Ernst-Reuter-Platz. Es seien mehr als 1000 Studierende für einen fairen Tarifvertrag auf die Straße gegangen, sagte Matthias Neis für die Gewerkschaft Verdi.

In Berlin gibt es rund 8000 Studenten mit Jobs an Hochschulen; sie leiten zum Beispiel Tutorien. Seit 2001 habe ihr Stundenlohn konstant bei 10,98 Euro gelegen, sagte Neis. Die Studierenden forderten nun samt Inflationsausgleich rund 14 Euro pro Stunde, die Hochschulen des Landes Berlin böten hingegen bisher nur 12,13 Euro pro Stunde an. Der Hauptstreitpunkt sei aber die künftige Koppelung der Studentenlöhne an die Gehaltsentwicklung anderer Hochschulgruppen, erläuterte Neis.

Seit dem 4. Juni streiken die studentischen Beschäftigten für ihre Ziele. Am Mittwoch riefen die Gewerkschaften Verdi und GEW zur Verlängerung des Ausstands bis zum 23. Juni auf. Ursprünglich war der Streik bis zum 14. Juni geplant. Laut Neis sind seitdem rund 400 Lehrveranstaltungen der studentischen Mitarbeiter ausgefallen.

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