Vroniplag

Plagiatsvorwurf gegen Dissertation von Frank Steffel

Vroniplag wirft Steffel vor, Passagen anderer Arbeiten übernommen zu haben, ohne sie als Zitat zu kennzeichnen. Die FU prüft.

Frank Steffel (Archivbild)

Frank Steffel (Archivbild)

Foto: Jörg Carstensen / picture alliance / Jörg Carstens

Berlin. Der Bundestagsabgeordnete und einstige Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters, Frank Steffel (CDU), sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben zu haben. Steffel habe in seiner 1999 bei der Freien Universität (FU) eingereichten Dissertation „in einem ungeheuerlichen Umfang“ Passagen anderer wissenschaftlicher Arbeiten wortwörtlich übernommen, ohne diese als Zitate gekennzeichnet und in Anführungszeichen gesetzt zu haben, sagte Martin Heidingsfelder von der Plattform Vroniplag der Berliner Morgenpost zur Untersuchung möglicher Plagiatsfälle.

Heidingsfelder bestätigte damit einen Bericht der „Berliner Zeitung“. Demnach hat Steffel mindestens 15 Seiten seiner 260 Seiten starken Arbeit ohne korrekte Kennzeichnung von anderen Quellen übernommen – zum großen Teilen wortwörtlich. Steffel sagte, die FU habe ihn informiert, dass sie seine Dissertation überprüfen werde. „Ich habe volles Vertrauen in die Gremien der FU“, sagte Steffel. Sein Doktorvater, Prof. Dietrich Winterhager, sagte, Steffels Doktorarbeit sei den „seinerzeit üblichen Zitierregeln“ gefolgt. Der Doktorand habe „ersichtlich keine Täuschungsabsicht gehabt“.